Challenge Walchsee mit TWin Beteiligung

Von Wolfgang Schuhmacher:
Als ich mich zum Höhepunkt meiner Challenge-Vorbereitung wieder zur Mitteldistanz am Walchsee anmeldete, geschah dies in der festen Überzeugung, diesen Wettkampf quasis als entspannte Belohnung für meine gewaltigen Trainingsumfänge zur Langdistanz einfach mitzunehmen. Nach meinem erfolgreichen Abschneiden in Roth war natürlich Entspannung angesagt, der Walchsee war ja noch 6 Wochen weg und ich fühlte mich stark: Was ist schon eine Mitteldistanz nach einer Langdistanz?
Als wir dann Mitte August unseren Wohnwagen für den Sommerurlaub am Walchsee packten, kamen mir erste leichte Zweifel an meinem Vorhaben. Gut, ich hatte die letzten 4 Wochen intensiv trainiert, mit meinen Radtouren zum Biergarten, ausdauernd in unserem 4×4 Meterpool im Garten gekrault und morgens zum Bäcker gelaufen. Das Ergebnis dieser Anstrengungen ließ sich deutlich auf der Waage ablesen, doch etwas mehr Gewicht konnte beim drücken auf dem Rad nicht schaden! Außerdem, ich hatte am Walchsee ja noch genügend Zeit zur Feinabstimmung. Diese fiel aber sozusagen ins Wasser: Es regnete ständig, Tagestemperaturen wie zur besten Wintertrainingszeit und Wassertemperaturen um mein Kaiserbier auf die richige Trinktemperatur zu kühlen. Was macht der erfahrene Triathlet in solch einer Situation? Kühlen Kopf bewahren, im Wirtshaus regenerieren, am Gewicht für schnelle Abfahrten arbeiten und die Wettervorhersage mehrmals am Tag studieren. Dies hatte der Veranstalter offensichtlich versäumt, denn bei der Wettkampfbesprechung war nur von leichtem Regen zu Veranstaltungsende und Frühjahrstemperaturen die Rede! Bei diesen Aussichten konnte natürlich ein Gläschen Rotwein nicht schaden. 

Der Wettkampftag hatte dann wirklich angenehme 8 Grad, das steigerte natürlich die Vorfreude auf angenehme 17 Grad im Wasser. Vorher mußte nur noch das Rad in der Sumpfwechselzone gescheckt werden, mit dem Nebeneffekt, daß ich jetzt ganau weiß, wo der Hersteller keine Edelstahlschrauben eingebaut hat. Was solls, darum würde ich mich im kommenden Winter kümmern, jetzt gings erstmal zu Schwimmstart und zum Aufwärmen ins Wasser. Wenigsten wurde ich diesmal nicht durch den Blick aufs wunderschöne Kaisergebirge abgelengt, das war hinter der dichten Wolkendecke verborgen. 
Ich liebe die Schwimmstarts beim Freiwasserschwimmen, ich vergesse sofort wie kalt das Wasser ist, weil ich mich mit meinen Kollegen herumschlagen muß. Wichtig ist dabei, daß man die Boje nach 900 Metern nicht aus dem Blick verliert, ist mir diesemal ganz gut gelungen. 
Nach meinem Garmin bin ich nur 10 Prozent zu viel geschwommen, man darf bei der PC-Auswertung den Zoom nur nicht zu groß machen, dann sieht es nach einer Geraden aus.
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Nach stolzen 42 Minuten aus dem Wasser, würde ich aber bei meiner stärksten Disziplin wieder gutmachen, dem Wechsel! Leider bin ich dann in einem Schlammloch hängen geblieben, zum Glück fahre ich bei jedem Wetter ohne Strümpfe, das war jetzt mein Vorteil, der Regen würde meine Füße schon sauberwaschen. Das Gute bei starkem Regen auf der Radstrecke ist, daß man sich um den Windschatten keine Gedanken machen muß, die Gischt des Vordermanns endet ungefähr bei 10 Metern, einfachen gehts nicht! Und noch ein Tipp: Bei den Abfahrten und in Kurven keinesfalls bremsen, es könnte sein, daß der Nachfolger mit Karbonrädern unterwegs ist und dann hinten rein fährt! Die kleinen Schlammbäche auf Radstrecke haben aber auch etwas positives, die kleinen Sandkörner setzen sich auf den Bremsbelegen fest und erlauben bei
der Einfahrt in die Wechselzone den Bremszeitpunkt sehr spät zu setzen, man sollte sich da auch nicht durch lautstarke Streckenposten mit Bremsaufforderung aus der Ruhe bringen lassen.
Nach 2:55 und 90 Kilometern sowie 1200 Höhenmetern, 30 cm vor dem Streckenposten zum Stand gekommen, aus Dankbarkeit hat er mich dann vor dem Umfallen bewahrt. 
Jetzt liegen nur noch schlappe 21 Kilometer zwischen mir und dem Kaiserpilz im See vor unserem Wohnwagen. Natürlich hat der geschulte Blick des erfahrenen Triathleter sofort erkannt, daß erst höchstens die hälfte der Räder im Ständer hängt und von den Altersklassenmitstreiternnoch kein einziges. Das stärkt das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und läßt einen mit leichten Beinen über die Schlammpfade fliegen. Doch das mit dem Fliegen läßt schnell nach, vielleicht habe doch zu viel Gewicht gemacht. Doch solche Selbstzweifel darf man nicht an sich heranlassen, positiv muß man denken! Nur noch dreimal am Zieleinlauf vorbei bis man selbst rein darf, was ist das schon? Außerdem hat der Regen etwas nachgelassen, man kann bereits den Vordermann erkennen. Das ist jetzt wichtig, denn jetzt, da die Spitzenleute bereits im Ziel sind, ist man zum Jäger geworden und das tut gut! Geschwindigkeit ist relativ, habe ich mal gelernt, und obwohl ich langsamer werde, werden die Mitstreiter noch langsamer.
Dann ist es soweit, das Ziel kommt in Reichweite, jetzt lächeln und ganz entspannt reinlaufen. 
Der ganze Spaß hat 5:49 gedauert, genau im Mittelfeld gelandet, AK mit einer Stunde Vorsprung gewonnen, hätte auch in der Klasse vorher zum zweiten Platz gereicht. 

Erste Ableitung von Einstein/Schumacher:
Ob Lang- oder Mitteldistanz, weh tut es immer, halt länger oder kürzer!

Regenschlacht beim Ironman 70.3 Zell am See


Es war ein verregnetes, letztes August Wochenende. Doch als die Teilnehmer des diesjährigen Ironmans Zell am See Marina Schmidt, Sandra Weiß und Vater Jürgen Weiß zusammen mit ihrem Fanclub im Hotel ca. 5km vom Schwimmstart entfernt am Freitagabend eincheckten, erzählte man ihnen, dass Regen bereits zur Tradition des Ironman 70.3 Zell am See gehört. Und, dass sich die Finsiher dieses Events gar nicht als „wahre Finisher“ sehen, wenn es eben nicht aus Eimern schüttet.
Aber was ist eigentlich ein Ironman 70.3? Nun, hierbei handelt es sich um exakt die halbe Distanz eines „großen“ Ironman-Rennens. Beim Ironman 70.3, auch als Half-Ironman bekannt, gilt es 1,9km zu schwimmen, 90km Rad zu fahren und 21km zu laufen.
Beim diesjährigen Rennen in Zell am See waren auch die deutsche Meisterin auf der Langdistanz des vergangenen Jahres Sandra Weiß und ihre gute Freundin und Trainingspartnerin Marina Schmidt mit am Start. Ferner nutzte Sandra’s Vater Jürgen Weiß den Wettkampf als Formtest für den in wenigen Wochen anstehenden Ironman Mallorca.
Was für Triathlon-Einsteigerin Marina Schmidt, welche in Zell am See ihren überhaupt ersten (!) Triathlon bestritt, völliges Neuland darstellte, war für die erfahrene Triathletin Sandra Weiß die Chance, sich für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft im nächsten Jahr zu qualifizieren.
Doch zunächst sah es so gar nicht danach aus. Nachdem Sandra den Winter über im Zuge ihrer Bachelor-Arbeit in Neuseeland fernab von Sport verbrachte, wagte man zu bezweifeln, dass in Zell am See, wenige Monate nachdem sie im März zurück kam, die Form bereits wieder so gut sein würde. Doch Sandra spulte im Training gekonnt Kilometer um Kilometer ab, wohl wissend, was sie trainieren musste, um erneut in Topform zu kommen.
Pünktlich um 10:20 fiel dann der Startschuss. Nachdem Sandra in ihrer stärksten Disziplin, dem Schwimmen, wie erwartet extrem weit vorne aus dem Wasser stieg, ließ sie am Rad bei widrigsten Bedingungen und einer mit einem 13km langem Anstieg gespickten Radstrecke nichts anbrennen, und konnte im abschließenden Halbmarathon auf der letzten Laufrunde die Führung in ihrer Altersklasse übernehmen. Dies bedeutete den Sieg und somit die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf der Ironman 70.3 Distanz.
Auch Triathlon-Rookie Marina Schmidt bewies, dass sie hervorragend vorbereitet war. Marina lernte erst im vergangenen Winter das Kraul-Schwimmen. Somit stellte die erste Disziplin die größte Unbekannte im Rennen dar. Doch Marina blieb mental stark und innerlich ruhig, und demonstrierte wahre Kämpfernatur. Weit früher als geplant entstieg sie dem Zeller See und konnte so die Radstrecke in Angriff nehmen. Auch hier ließ sie sich durch den nun heftigen Regen und die niedrigen Temperaturen nicht davon abbringen, stets weiter zu machen und so Kilometer um Kilometer Richtung Finishline zurück zu legen. Auf der Laufstrecke fand die Fußballerin nochmals richtig gut in ihre „Laufbeine“ und konnte die 21,1km in knapp unter der magischen 2-Stunden-Marke durchlaufen. Somit erreichte auch Marina überglücklich zum ersten Mal in ihrem Leben die Ziellinie eines Ironman 70.3 Rennens.
Am darauffolgenden Abend feierten alle zusammen, Athletinnen, Athleten und die eigens zum Anfeuern angereisten Fans, sowohl die Qualifikation von Sandra Weiß, als auch die erfolgreiche Triathlon-Premiere von Marina Schmidt. Hier in Zell am See wurde wohl eine weitere Athletin mit dem Triathlon-Virus infiziert.

Schnellsten Mann Neumarkts gekürt

Wie bereits angekündigt fanden sich gestern die beiden herausragenden Athleten Michael Hierl und Andreas Meier zum großen 100 Meter Showdown im Freystädter Athletikstadion ein. Der eine bewies sich in den vergangenen Jahren bei unzähligen Langdistanzen und konnte seiner Karriere auch noch die Hawaiikrone aufsetzen. Der andere ist jung, mit Modelmaßen gesegnet und konnte dieses Jahr seine erste Langdistanz in Roth finishen.
Es versprach ein sehr spannender Wettkampf zu werden.

Nach dem Wiegen possieren beide Athleten für die Presse

Dies hatte zur Folge das sämtliches Fuß- und Radvolk des TWin´s sich auf ins Freystädter Stadion machte um dem hiesigen Event beizuwohnen. Der Autor dieser Kriegsberichterstattung vermutet aber auch, dass ein Teil dies absichtlich nutzte um die vorgeschriebene Trainingszeit zu verkürzen.

Wie dem auch sei, beide Athleten konnten vor Ort kaum abwarten um sich zu stellen, aber zuerst war warm machen angesagt um ein Verletzungsrisiko auszuschließen. Die Möglichkeit von Ausreden sollte nicht gegeben sein.
Auch unsere Vereinskanzlerin war kaum zu halten

Dann war es endlich soweit. Beide Athleten positionierten sich an der Startlinie. Die offizielle Startverantwortliche Petra ging mit beiden nochmal das Startsignal durch. Die übrigen Zuschauer und Zeitnehmer positionierten sich im Ziel 100 Meter entfernt. Zu diesem Zeitpunkt wurde den Athleten erst bewusst wie lang 100 Meter sind.

Aber für Ausreden war es zu spät. Petra ging in die Hampelmannstellung über und begann mit dem Signal. Beide Athleten fokussierten verbissen und konzentriert die vor ihnen liegende Strecke. 
Und plötzlich kam das Los Zeichen. Beide Athleten wuchteten ihre massiven Körper in die Höhe und beschleunigten auf maximales Tempo. Gleich zu Beginn konnte Andreas die Traktion seiner Spike Schuhe nutzen und einen kleinen Abstand zu Michael aufbauen. Diesen Abstand konnte er bis ins Ziel halten und schoss bereits nach 11,3 Sekunden über die 100 Meter Linie. Alle anwesenden waren überwältigt von der Spritzigkeit des jungen Athleten. Knapp eine Sekunde später konnte auch Michael die Ziellinie überqueren. 
Andreas darf sich offiziell schnellster 100 Meter Mann Neumarkts nennen

Auch Michael war sich bewusst das dieses Ergebnis nichts mit Tagesform zu tun hatte, sondern Andi der schnellere Sprinter ist. Somit lies er es sich nicht nehmen ihm als erster zum Sieg zu gratulieren.

Aus der tobenden Menge schallte Applaus über die furiose Leistung des Jünglings.
Die offizielle Siegerehrung muss noch in kürze nachgeholt werden

Showdown in der Königsdisziplin – Neues Datum

…oder anders formuliert – wer ist der schnellste Mann Neumarkts? 
Nahezu ein halbes Jahr ist es nun her, als zwischen Michael Hierl und Andreas Meier eine hitzige Diskussion in der Sammelumkleide (alle Beteiligten waren nackt!) entbrannte, wer denn nun die 100m schneller laufen könne. Meier trumpfte mit einer gelaufenen 100m-Zeit auf, welche Hierl nur sehr, sehr schwer glauben konnte. So entstand die Idee für ein 100m-Meeting. Da beide zunächst noch andere Ziele zu verwirklichen hatten (Andy saß der Challenge Roth im Nacken, Michael wollte Rekord-Vereinsmeister werden) und auch noch ein wenig für diese Königsdisziplin der Leichtathletik trainiert werden musste, fand sich lange kein Termin. 
Doch nun endlich ist es soweit! Endlich wird es passieren! Endlich werden die beiden Talente, welche beide von sich behaupten der schnellste Mann von Neumarkt zu sein (beim 100m Sprint wohlgemerkt – keine Angst Ladies!!! ) aufeinander treffen!
Am 30.8.2014 um 13:30 Uhr MESZ auf der Tartanbahn Freystadt ist es soweit!
Hier wird nun endlich ein für alle mal festgestellt wer von beiden schneller ist auf den 100m.
Es bleibt spannend bis zum Schluss. Der eine, Hierl M., hat definitiv die Erfahrung sowie die immensen Lebenszeit-Kilometer auf seiner Seite. Er hat sportlich bereits alles abgeräumt was es abzuräumen gibt – er war beim legendären Ironman Hawaii am Start, er trumpft mit einer Ironman-Bestzeit von 9:06h auf, er war schon diverse Male Vereinsmeister, er hat bereits ein Kind gezeugt!
Allesamt Erfolge von denen der junge Andy M. nur träumen kann. Doch wird das Rennen nicht allein durch Erfahrung oder gute Ausdauerleistung zu gewinnen sein. Nein, viel mehr zählen hier Explosivität, Sprintstärke, Tempohärte und absoluter Siegeswille!
Welche der obigen Qualitäten hat Andreas M.?  Der langjährige Fussballer und Fitenssstudio-Besucher weiß gekonnt seine Sprintstärke einzusetzen. Schließlich trägt er nicht umsonst den Namen „200m-Mann“. Wenn er „die Nähmaschine“ auspackt (wie er es selbst nennt), konnte noch nie jemand mit gehen. 
Letztlich bleibt es spannend bis zum Schluss. Und wenn dann am 30.8. der Startschuss fällt, werden wir gut 11 Sekunden später wissen wer nun für immer als „schnellster Mann von Neumarkt“ in die Analen (*hihi*) eingeht.
 Natürlich sind alle herzlichst dazu eingeladen diesem Event beizuwohnen!!!Wir hoffen, dass die Zuschauerränge gefüllt sein werden und so das „Stadion“ zum kochen gebracht wird!!!

Alle Jahre wieder…

…geht langsam aber sicher eine Triathlon-Saison zu Ende. Mit den regionalen Triathlon-Wettkämpfen in Regensburg und Erlangen endet für die meisten Athleten die triathletische Saison. Viele stehen nun vor der Frage: kann dies 2014 schon alles gewesen sein? Warum war ich wieder so langsam? Ganz zu schweigen vom Gewicht – ist meine Waage vielleicht defekt?

So sucht der Ein oder Andere dann im Herbst doch noch ein Event um hoffentlich versöhnlich in den Winter (und die Baumkuchen und Glühwein Saison ) zu starten.

Michael „die Wampe“ Plendl wollte dieses Jahr neue Tempo-Akzente setzen. Nachdem er im April noch als „Held von Neumarkt“ (siehe Artikel: 4h-Schwimmen Greding) gefeiert wurde, wurde es schnell ruhig um den gemütlichen Niederbayer. Kurz vor der Mitteldistanz Erlangen flackert noch einmal Hoffnung auf…

 … doch wurde diese von Philipp „the hammer“ Christl schnell zunichte gemacht. Doch er wäre nicht Plendl, würde er nicht bereits wieder neue (überzogene?) Ziele ankündigen – beim Frankfurt Marathon Ende Oktober sollen die 3:15h fallen! – Herbert Steffny macht’s möglich – hoffentlich!!!

Auch Philipp C. plant bereits wieder energisch und legt stetig neue Ziele fest – der Mann ist heiß und hungrig!!! Der neue aufstrebende Stern am TWin-Triathlon-Himmel kennt einfach kein Erbarmen – weder mit sich selbst, noch mit seinen Gegnern.  Für ihn stehen noch diverse Laufduelle auf der 10km-Distanz mit Couchjunge (oft auch Knutschjunge) Schmidt an. Hier gilt es das nötig Tempo zu bekommen um dann nächstes Jahr in der Landesliga ordentlich Wallung zu machen.

Couchjunge Schmidt muss nach der Vergewaltigung durch Triathlon-Profi Fabian Conrad beim Team-Sprint in Regensburg am vergangenen Sonntag, wo er für das Team Arndt in der Bayernliga startete, erstmal wieder zu sich selbst finden. Auch Freundin und Society-Expertin Silke L. ist immer noch schockiert von diesem Anblick!

Während die einen die anstehende Off-Season feucht fröhlich mit diversen Flaschen Weißwein (genaue Stückzahlen dürfen leider nicht genannt werden!) einleiten…

…fahren die anderen einfach mal so um Deutschland herum, bzw. „liegen“ in Deutschland herum 🙂

Ehemalige Deutsche Meisterin auf der Langdistanz Sandra W., und Schwester von Couchjunge und mental Coach Schmidt, Marina S.haben in wenigen Wochen noch großes vor. Sie wollen ihre Saison mit dem Ironman 70.3 Zell am See/Kaprun gütlich zum Abschluss bringen und trainieren hier noch immer richtig hart. Lediglich platte Reifen und ein abgesetzter „Daddy Emergency Call“ kann die geplante 4 stündige Ausfahrt auf eine Kaffee-Runde mit Kuchen verkürzen. Hier ein Hammer Video zum Rennen am 31. August.
https://www.youtube.com/watch?v=7Mahx03xfrY=> GÄNSEHAUT!!!!

Bleiben noch die Jungen Wilden – Meerjungfrau Bergmann und (M)andy!!! Der eine heiß, der andere zerstört – mentaler Natur! Der eine will Aktion, der andere redet von Aktion! Was hier noch kommt – das steht in den Sternen…
…wir werden es aufmerksam beobachten und berichten!

…für Alle die jetzt nicht namentlich erwähnt wurden: IHR SEIT DIE BESTEN UND DIE REDAKTION WÜNSCHT EUCH VIEL ERFOLG BEI ALLEM WAS NOCH SO ANSTEHT – GEBT GAS!!!!!!!!!!!!!

Guten Start ins Neumarkter Volksfest – wir sind erstmals beim diesjährigen Volksfest-Umzug mit dabei! 🙂 

Race Around Germany – Radsport der Extreme

Die Strecke rund um Deutschland

Am Donnerstag den 24.07.2014 war es so weit. Zwei unser wohl extremsten Radfahrer im Verein, Gerhard Liebel und Manfred Büttner, begaben sich auf ihr bisher größtes Abenteuer. Dem Race Around Germany. Hierbei mussten beide Athleten eine Gesamtstrecke von 3300 km und 22000 Höhenmeter zurücklegen. Die Strecke wurde in neun Etappen eingeteilt, allerdings waren beide Athleten selbst für die Fahr- und Pauseneinteilung verantwortlich. Hierdurch ergab sich eine ganz ungewohnte Art des Taktierens. Durch Verkürzung oder Verschiebung der Pausen- bzw. Schlafzeiten war das Rennen von einem ständigen Wechsel der Führungsposition geprägt. Dies führte zu einem spannenden Kopf an Kopf Rennen bis auf den letzten Kilometern und forderte von beiden das größte Maß an mentaler Stärke und Wille.

Viele Kilometer werden in Aero-Position zurück gelegt
Die Athleten werden von der Physio-
therapeutin Elke Röll rund um die Uhr versorgt

Als erster eröffnete Gerhard die Tortur um Punkt 8:30 Uhr in der Altstadt von Cham. Manfred startete das Rennen mit einem Zeitabstand von 30 Minuten. Die erste Etappe führte beide Athleten nach Holzkirchen kurz vor der Österreichischen Grenze. Somit durchquerten sie gleich die drei bayerischen Regierungsbezirke Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern.
Bei der darauffolgenden Etappe nach Freiburg im Breisgau mussten die Allgäuer Voralpen durchquert werden und führte beide weiter bis kurz vor die Französische Grenze. Rein von den Zahlen war dies die sogenannte Bergetappe der Tour mit fast 4000 Hm.
Die beiden nächsten Etappen führten entlang der Luxemburger, Belgischen und Holländischen Grenze. Zuerst ging es nach Pirmasens und weiter nach Kevelaer. Gerade diese Etappen entlang des Elsass waren nochmals von einigen Steigungen geprägt.
Die vierte Etappe führte nach Glückstadt an der Elbe (Nordsee). Mittlerweile war es schon Tag vier des Rennens und somit Zeit das Versorgungsteam auszuwechseln. Wir trafen uns in Rheine in der Nähe von Münster und feierten die vergangenen Renntage gemeinsam mit einem kleinen Grillfest. Doch für Manfred war dies nur eine kurze Pause mit einem kleinen Nickerchen. Schon nach kurzer Zeit befand er sich schon wieder auf seinem Sattel und auf der Jagd nach Gerhard.

Die Konkurrenz wird beschnuppert

Am darauffolgenden Morgen erreichten wir das Zwischenziel Glückstadt und konnten das erste mal einen Blick auf die Nordsee werfen. Aufgrund der dortigen Infrastruktur waren die Drahtesel der beiden Athleten zu einer kurzen Ruhepause gezwungen, denn schwimmen können sie noch nicht. Darum nahmen beide Athleten und die Versorgungsfahrzeuge, wie schon in Bremerhaven, die Fähre bis zur anderen Uferseite.
Ab hier ging es weiter entlang der Nordseeküste bis nach Flensburg, dem nördlichsten Punkt beim Race around Germany und kurz vor der Grenze zu Dänemark. Nun ging es nur noch gen Süden aber die Heimat war noch sehr fern.
Die darauffolgenden Kilometer schlängelten sich entlang der Ostseeküste über Kiel, Lübeck und Rostock bis nach Stralsund. Zum Ärgernis der beiden Athleten wurden auf der Strecke viele Großstädte bis ins Zentrum angefahren. Das bedeutete oft ungewollte Wartepausen an roten Ampeln und zusätzlicher Stress durch die hohe Verkehrsdichte. Aber für die Helfer in den Versorgungsfahrzeugen war es erstaunlich, wie überlegen ein Rennrad dem Auto in der Großstadt ist. Wir hatten sehr zu kämpfen mit den Fahrern mitzuhalten.

Selbst Regen hält die Athleten nicht ab

In Stralsund waren wir das letzte mal in Blickkontakt mit der Ostsee. Ab hier ging es die letzten (kerzengeraden) Kilometer durch Mecklenburg Vorpommern und dann weiter durch Brandenburg entlang der Polnischen Grenze.
Nun wurde uns allen die kulturellen und regionalen Unterschiede in Deutschland erst wirklich bewusst. So schwärmten wir in Niedersachsen noch von den vielen gepflegten offenen Gärten und verklinkerten Häusern. Umso radikaler wurde uns in Brandenburg die schwache Besiedelung bewusst. Dies wirkte sich auch negativ auf unseren Radfahrer Manfred aus. Als kleinen Muntermacher wünschte er sich einen kurzen Halt bei einer örtlichen Bäckerrei, aber auf einer Strecke von 70 km und vielen kleinen Siedlungen trafen wir auf keinen Ort zur Belohnung. Etwas eingeschnappt ging es weiter nach Sachsen in die Stadt Chemnitz und somit schon kurz vor der Tschechischen Grenze.
Unser nächstes Zwischenziel war die von barocker und mediterraner Architektur geprägte Stadt Dresden. Fast schon am Ortsende zeigte uns Manfred seine kulturelle Ader und wies uns ein, ein paar Fotos zu schießen. Leider waren wir an den Schmuckstücken der Stadt schon vorbei und umdrehen kam aufgrund der Verfolgung durch Gerhard nicht in Frage, also wählten wir schäbige Bahnhofsunterführungen und Einbahnstraßen zu unseren Motiven.
Apropo Gerhard, es handelte sich beim RAG schließlich um ein Rennen. In Dresden hatte sich Manfred bereits ein kleines Polster von 100 km auf seinen Verfolger herausgefahren. Aber ihm war stets bewusst das dieser Vorsprung auf den letzten 400 km schon durch eine kurze Schlafpause wegschmelzen könnte. Darum änderte er seine Taktik und verkürzte die tägliche Schlafpause von rund drei Stunden auf ein kurzes Powernapping von einer Stunde. Dies zerrte aber stark von seinen Kräften und verlangte mental nochmal alles von ihm ab.

Ein kleines Geschenk zu Ehren von bereits 3000
zurückgelegten Kilometern

Allerdings bewahrheitete sich der Verdacht das Gerhard nochmal alles gab und scheinbar völlig schlaflos die letzte Nacht durchfuhr. Als Manfred die bayerische Grenze überschritt  und sich somit auf den letzten 200 km befand, war der Abstand bereits auf 60 km dahin geschmolzen. Aber Manfred zeigte keinerlei Schwäche. Er brachte eher uns im Versorgungsfahrzeug zum Verzweifeln. So fragte er mich, meine Wenigkeit hatte eine Woche zuvor die Challenge Roth gefinisht, welche Radzeit ich dort hatte. Im ersten Moment wusste ich nicht ob er nur Ablenkung brauchte oder dies bewusst fragte. Aber als er bei meiner Antwort von 5:30 h konterte mit: „Na schaun wir mal ob ich das unterbieten kann!!“, war mir klar das der Kerl nahe dem völligen Wahnsinn sein muss. Sowas kann ein „Normaler“ doch nicht nach 3000 km ernst meinen. Aber nein, das ist ja auch Manfred Büttner!
Jedoch ging die Taktik auf. Scheinbar musste Gerhard dem hohen Tempo bei der Verfolgung Tribut zollen und wurde zu einer kurzen Schlafpause gezwungen. Nun war klar das Manfred es ganz nach oben aufs Treppchen beim Race Around Germany schaffen wird. Somit erreichte er, nahe an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit, das Chamer Ortsschild nach 7 Tagen, 23 Stunden und 30 Minuten. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch Manfred zur wahnsinnigen Leistung. Gerade die mentale Leistung die du vollbracht hast, ist für uns andere Athleten ein großes Vorbild.

Das lang ersehnte Ziel ist erreicht

Auch Gerhard befand sich bereits auf den letzten Kilometern und wurde in aller Freundschaft von seinem Trainingskollegen am Chamer Ortsschild empfangen. Gerhard schaffte die 3300 km in ebenfalls wahnwitzigen 8 Tagen und 6 Stunden. Gemeinsam traten beide die letzten Meter bis zum ehemaligen Startpunkt in der Chamer Altstadt an. Hier wurden sie vom gesamten Versorgungsteam mit Zielleine und Sektdusche empfangen. Nach einer kurzen gemeinsamen Finishparty, traten alle Beteiligten die Heimreise in den Neumarkter Landkreis an. An dieser Stelle auch nochmal Danke an alle Helfer die dieses Großereignis erst möglich machten.

Die beiden stolzen Finisher des ersten Race Around Germany