Kampf der Giganten

Am vergangenen Wochenende fand für einen Großteil der Neumarkter Triathlongemeinde die wohl entscheidensten und wichtigsten Wettbewerbe der Saison statt. Diverse freundschaftliche Rivalitäten wurden ausgetragen und so manch einer konnte mit hervorragenden Leistungen überraschen. Als kleines Schmankerl hat sich eine kleine Gruppe fanatischer Einzelkämpfer dem schon lange prophezeiten DOUBLE-DAY gestellt. ??? DOUBLE-Schmerz war angesagt! Zuerst wurden von allen die Sprinterqualitäten  bei der Sprintdistanz in Kallmünz getestet. Mit nur einer Nacht Regeneration und XL Pizzen wurde am nächsten Tag die Königsdiziplin, also die Olympische Distanz in Ingolstadt, in Angriff genommen.

Tag der Warheit
Los ging das ganze Spektakel mit der Kurz- und Sprintdistanz in Kallmünz am Samstag. Das Wetter stellte mit 28°C und Sonnenschein nahezu perfekte Wettkampfbedingungen für ein spannendendes Rennen.

Mehr Material!

Der Sprintdistanz stellten sich M.Andi, Manfred, Susi, Jürgen, Michael P., Sandra und Matthias. Manfred der seinen Schwerpunkt heuer auf die kurzen Distanzen und Liga gelegt hat, ging hierbei als ganz heißer Favorit hervor. Aber auch Michael – oh verdammt in 27 Tagen ist Challenge Roth – befindet sich schon fast in der Hochform seiner Leistungskurve und somit nicht zu unterschätzen.
Begonnen wurde mit 600 m Schwimmen. Bereits hier konnte sich Manfred, dicht gefolgt von Michael, an die Spitze des DOUBLE-Feldes setzten. Wird das wohl ein Start-Ziel-Sieg oder haut Michael auf der Radstrecke einen Joker heraus? M.Andi und Jürgen folgten mit einer knappen Minute Rückstand.
Nun auf seiner stärksten Disziplin lies Manfred mit einem 34er Schnitt nichts anbrennen. Verfolgt wurde er von Michael mit 30 Sec Rückstand, M.Andi mit 2 Minuten Rückstand und wiederum eine Minute später von Triathlongott und Altersklassenführender Jürgen. Auch bei dem abschließenden Lauf änderte sich nichts mehr an den Platzierungen. Alle vier Athleten gingen ein ähnlich schnelles Tempo mit einem 4:40er Pace an. Somit stand das Ergebnis  des ersten Double Teils fest.
Platz 1: Manfred, Platz 2: Michael; Platz 3: M.Andy; Platz 4: Jürgen
Nun zu den normalen Sprint-Teilnehmern. Hier konnte Sandra mit einer Zeit von 1:20:27 sich den ersten Platz ihrer Altersklasse sichern. Vollgas gab sie beim Schwimmen, wo sie als Zweite Gesamt das Becken, ähm die Naab verlies. Matthias auf seinem gefühlt „letzten“ Triathlon konnte mit einer Zeit von 1:23:41 sich den 60en Gesamtrang sichern. Die Redaktion ist sich sicher, dass dies bestimmt nicht sein letzter Triathlon war. Den 40en Gesamtrang konnte sich Susi mit einer Zeit von 1:39 sichern.

Fight der Eliten
Extrem Spannend ging es auch auf der Olympischen Distanz zur Sache. Hier stellten sich Philipp „THE HÄMMER“, Thomas S. „DER ROTE BARON“, Thomas B. „POSEIDON“, Michael H. „THE HAWAII GOTT“, Heike „DIE NEUE“, Christian „Sucht eine Roth Staffel“ und Armin „DIE GAZELLE“. Dieses Teilnehmerfeld versprach einen heroischen Kampf um die Triathlonkrone für die weit angereisten Fans!

It´s hot in here!!
Ferte aufgenommen

Gleich die erste Disziplin glich einem packenden Hollywood Blockbuster. Thomas Schmidt konnte sich mit einer Schwimmzeit von 23:48 und 6er Schwimmzeit an die Spitze des Neumarkter Feldes setzen.  Aber für Ausruhen war keine Zeit. Denn nur einen Rang dahinter mit 16 Sekunden Abstand nahm Thomas Bergmann die Ferte auf. Als nächstes folgte Philipp nach 27 Minuten, gefolgt von Michael mit 29 Minuten, Armin 32 Minuten, Heike 35 Minuten und Christian nach 42 Minuten.

Lässig schnell

Nun befand sich Thomas S. auf seiner stärksten Disziplin. Thomas B., der dank seines neuen Studentenjobs mit nagelneuen Hightech Aero Waffen und Laufräder aus dem Hause Büttner  hochgerüstet wurde, blieb dran und konnte Schmidt bereits nach 2 Km stellen. Was war los mit Schmidt? Ein Formtiefpunkt oder einfach nur müde? Aber dem war nicht so. Beide wechselten nach und nach die Führungsposition ohne den anderen außer Sichtweite zu lassen. Dies resultierte in einem hohen Radtempo. Nach der ersten Radrunde fand Thomas S. wieder zu seiner alten Stärke zurück und baute bis zum Laufwechsel seinen Vorsprung auf 2 Minuten aus. Scheinbar war Thomas B. dem hohen Tempo von Thomas S. nicht ganz gewachsen. Wiederum eine Minute später wechselte Philipp mit einer sehr starken Leistung auf dem Rad. Als vierter Kämpfer im Bunde folgte Michael H. mit 5 Minuten Rückstand auf Philipp.
Nun wurde es spannend. Die beiden als sehr starke Läufer bekannte Athleten Michael H. und Philipp nahmen die Verfolgung auf die beiden eher als starke Schwimmer bekannten ThomASSE auf.

Der Rote Baron

Thomas S. konnte sich mit einer soliden Laufleistung und einer Gesamtzeit von 2:21:50 den 12en Gesamtrang und den zweiten Platz der Ak 25 sichern. Gefolgt wurde er von Thomas B. der ebenfalls nichts mehr anbrennen lies und mit einer Zeit von 2:24:40 sich den 21. Rang und dritten AK 25 Platz sicherte. Der Dampfhammer war an diesem Tag auf Michael H.´s Seite. Er konnte mit der 15. schnellsten Laufzeit noch Philipp einholen und finishte in einer Zeit von 2:26:04. Was war mit Philipp? Hatte er nur den Gummihammer dabei? Die Laufzeiten seiner vergangen Wettbewerbe versprechen viel und man darf gespannt sein, mit welchen Überraschungen er in dieser Saison noch so aufwartet. In einer Zeit von 2:27:54 und einer sehr guten Leistung konnte er sich den 34. Rang sichern. Als nächstes finishte Armin in einer Zeit von 2:31:25, gefolgt von Christian in 2:50:09 und Heike in 2:50:48. Großer Lob gilt an dieser Stelle Heike die ihren ersten Triathlon überhaupt erfolgreich finishte und gleich mit dem zweiten AK 20 Platz belohnt wurde.


Blut und Schmerzen 

Angst!

To be continued………………………………….

Italienische Impressionen Teil 3

Meine stärkste Disziplin ist die Wechselzone, hier kann man schnell einmal 13 Sekunden rausholen, wenn man ohne Socken unterwegs ist und die daraus resultierenden Scheuerstellen einfach ignoriert.
Die Laufstrecke an der Uferpromenade ist ein Genuß, wenn nur das Laufen nicht wäre. Überall sitzen die Menschen fröhlich in der Sonne und schlürfen ihre Kaltgetränke. Für den Triathleten sind die, von gelagweilten Helfern gereichten, lauwarmen colaähnlichen Getränke aber viel bekömmlicher. Gleichmäßig durchlaufen war die Empfehlung von Herbert Steffny und so pendelte ich mich bei gemühtlichen 5:55 und einem Puls von 135 ein. In dem Bewußtsein, daß in meiner Alterklasse keiner vor und hinter mir ist, läuft es sich entspannt in 2:04 auf den ersten Platz!

Fazit: Die schwerste Mitteldistanz, die ich kenne! Schwimmen bei Wellengang und unzureichender Makierung schwierig, meine tatsächliche Schwimmstrecke war 2,3 Kilometer.
Die Radstrecke ist lang (94km), gefährlich (viele Stürze), hat viele Höhenmeter (1200) mit bissigen Anstiegen und miserabele Straßenverhältnisse (Schlaglöcher in Helmgröße). Die Laufstrecke ist ein Traum!

Italienische Impressionen, Teil 1

Nach einer guten Saison 2014 sollte es in diesem Jahr etwas ruhiger werden und so kam die Mitteldistanz in Rimini, am 24. Mai, gerade recht. Die vielen Langlaufkilometer im Winter, mit dem „Birkebeiner“ in Norwegen als Abschluß, mußten nur noch um die speziellen italienischen Trainingseinheiten ergänzt werden. Den größten Teil dieser Einheiten absolvierte ich beim italienischen Feinkosthändler, bei einigen Weinverkostungen von italienischen Weinen und bei der Zubereitung und dem Verzehr von italienischen Köstlichkeiten.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Im Bauchbereich war der Spoiler für einen besseren Auftrieb deutlich zu erkennen, dieses zusätzliche Gewicht würde mir außerdem bei den Abfahrten zu einer höheren Geschwindigkeit und zu einer besseren Straßenlage verhelfen. Einziger Nachteil, das neue Vereinstrikot ließ sich nicht mehr schließen.
Der heftige Regen in der Nacht vor dem Wettkampf beruhigte mich, konnte ich doch davon ausgehen, daß der ein oder andere Mitstreiter nicht antreten würde. Der starke Sturm ließ sogar die Hoffnung in mir aufkeimen, daß evt. die Schwimmstrecke verkürzt würde.
Nach wenig Schlaf aber hellwach bereitete ich am nächsten Tag meine Wechselzohne vor. Dabei ist es besonders wichtig, die Nachbarn keines Blickes zur würdigen oder gar ein Schwätzchen anzufangen, das könnte als ein Zeichen von Schwäche ausgelegt werden!
Dank zweier freundlicher italienischen Helferinnen gelang es bereits nach 10 Minuten den Neo zu zubekommen, es konnte losgehen. Der hohe Wellengang und die kaum sichtbaren Bojen beunruhigten mich kaum, ich hatte schließlich in kluger Voraussicht, eine Trainingseinheit im Rothsee absolviert. Auch durch den Startschuß ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen, setzte meine Bademütze und die Schwimmbrille auf und schwamm dem Feld hinterher. Beim Freiwasserschwimmen sollte man sich keinesfalls an den Mitschwimmern orientieren sonder den eigenen Orientierungsfähigkeiten vertrauen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam endlich ein Boot in Sicht, die wilden Handzeichen deutete ich zunächst als Anfeuerung, daß mir das Boot aber den Weg versperrte, das fand ich unfair. Schnell stellte sich aber heraus, daß es sich um die kroatische Küstenwache handelte, die mich am Eindringen in ihre Hoheitsgewässer hindern wollte. Mein Kurs war aber schnell korrigiert und trotz des kleinen Umwegs war ich nach 53 Minuten aus dem Wasser. Mein Vorteil war jetzt die Übersichtlichkeit in der Wechselzone!

Italienische Impressionen Teil 2

Endlich auf meinem Rad! Das Gute war, daß ich diesmal in der vorletzten Startgruppe war und dem Feld hinterher fahren konnte. Jeder Überholvorgang stärkt das Selbstbewußtsein und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten. 94 Kilometer und fast 1200 Höhenmeter lagen vor mir. Zeit zum einrollen blieb kaum, nach wenigen Kilometern der erste Anstieg mit 16 Prozent. Bereits jetzt merkte ich, daß dieses mein Rennen wird und die Materialauswahl absolt richtig war.

Auf der nassen Straße war ich mit meinen Zipp-Laufrädern und meinem Gewicht im Vorteil. Dadurch, daß dieses Set praktisch keine Bremswirkung zeigt, wird man in den Abfahrten richtig schnell. Lediglich beim durchfahren der Schlammlawinen brauchte es etwas Konzentration. Als besonderes Schmankerl hatte sich der Veranstalter das erklimmen von zwei Bergdörfern mit schönem nassen Kopfsteinpflaster ausgedacht. Besonders hier konnte ich auf den steilen Abfahrten viele Plätze gut machen, ich mußte nur die roten Flaggen der Streckenposten ignorieren. Endlich, nach 2 Stunden und 200 Überholvorgängen, war der Wendepunkt in Monte Cermigone erreicht und ich konnte meine Aufholjagd fortsetzen. Inzwischen waren die Straßen abgetrocknet und auch der heftige Gegenwind konnte mich nicht beeindrucken, relativ entspannt rollte ich nach 3:20 Stunden in die Wechselzone.

Vertikalbewegung, Schrittfrequenz und Watt… Motivation oder zuviel des Guten?

Vor 20 Jahren hatten es die Triathleten noch einfach. Es gab maximal einen Herzfrequenzmesser und einen Radtachometer.
Heutzutage analysieren euch die Geräte weit mehr.
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Heutzutage finden die Vergleichskämpfe bereits auf Plattformen wie Strava oder Garmin Connect statt. Immer mehr TWinler finden sich dort ein. GPS Daten, Schritt und Trittfrequenz, Herzfrequenz, Wattwerte, Vertikalbewegungen und vieles mehr ist dort für verbundene Athleten sichtbar.
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Zum einen löst dies im Training schon einen leichten Wettbewerb aus, jeder will in den wöchentlichen Kilometerrankings beim Schwimmen, Laufen und Radfahren seinen Accountnamen ganz oben sehen, zum anderen appelliert Homepage oder App immer aufs neue an das schlechte Gewissen des Sportlers.
Besonders bei Männern ist der Wettbewerbsgedanke schon beim Training zunehmend zu beobachten. Trainingseinheiten von „Wettbewerbern“ werden haarklein analysiert.

Der Einen oder dem Anderen wird das mitunter mittlerweile zuviel.
Zur Trainingssteuerung sind die erhobenen Daten natürlich von Vorteil, jedoch sollte auch mal bei einer gemütlichen Ausfahrt darauf verzichtet werden.
Wie überall sollte der Grundsatz gelten…

In diesem Sinne – Nicht den Spaß am Sport verlieren!!!

Wochen der Wahrheit…

In den nächsten Wochen wird sich zeigen wie das Training der Triathleten über den Winter angeschlagen hat. Bis jetzt haben als einzige TWinler Phillip „Hammer“ Christl mit dem 70.3 auf Mallorca und Wolfgang „Schumi“ Schumacher (Challenge Rimini) einen großen Event bestritten. Anja „Multitalent“ Birner hat über dies sehr erfolgreich an einem Radmarathon teilgenommen.

Für den Rest rücken die Herausforderungen nun jedoch auch näher.

Das aktuelle How is How des TWin wird sich zunächst in Kallmünz (13ter Juni) einen Showdown, hauptsächlich auf der Kurzdistanz liefern.

Hier treffen die etablierten Couchjunge Schmidt und Mr. Hawaii Hierl auf die Herausforderer Poseidon Bergmann, Hammer Christl und Explosions Armin Bauer. Ein eindeutiger Favorit ist noch nicht auszumachen.
Parallel dazu werden die „Double“ Teilnehmer (siehe früheren Bericht) Duracell Büttner, Athlet Weiss, Bachelor Meier und Wampe Plendl auf der Sprintdistanz keine hundertstel verschenken auf dem Weg zur Triathlonkrone.

Bereits am 14ten Juni wird dann Ingolstadt für viele TWinler auf der Speisekarte stehen. Speziell für die Doublestarter werden die abschließenden 10 Kilometer zum Scharfrichter.

Nach einer kurzen Verschnaufpause werden sich wieder sehr viele TWinler beim Rothsee Triathlon einfinden (28ter Juni).

Vorläufiger Höhepunkt wird in der Region wird wieder der Challenge Roth sein, dieses Jahr am 12ten Juli.

Weiterhin haben die TWinler viele weitere Wettämpfe auf dem Radar. Unter anderem die Vereinsmeisterschaft in Velburg, 70.3 Wiesbaden und die 70.3 WM in Zell am See. Hier drücken wir alle Sandra Weiss die Daumen!

Wir sind gespannt auf die kommenden Wochen. Allen TWinlern viel Erfolg bei all Ihren Wettkämpfen!