Italienische Impressionen Teil 2

Endlich auf meinem Rad! Das Gute war, daß ich diesmal in der vorletzten Startgruppe war und dem Feld hinterher fahren konnte. Jeder Überholvorgang stärkt das Selbstbewußtsein und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten. 94 Kilometer und fast 1200 Höhenmeter lagen vor mir. Zeit zum einrollen blieb kaum, nach wenigen Kilometern der erste Anstieg mit 16 Prozent. Bereits jetzt merkte ich, daß dieses mein Rennen wird und die Materialauswahl absolt richtig war.

Auf der nassen Straße war ich mit meinen Zipp-Laufrädern und meinem Gewicht im Vorteil. Dadurch, daß dieses Set praktisch keine Bremswirkung zeigt, wird man in den Abfahrten richtig schnell. Lediglich beim durchfahren der Schlammlawinen brauchte es etwas Konzentration. Als besonderes Schmankerl hatte sich der Veranstalter das erklimmen von zwei Bergdörfern mit schönem nassen Kopfsteinpflaster ausgedacht. Besonders hier konnte ich auf den steilen Abfahrten viele Plätze gut machen, ich mußte nur die roten Flaggen der Streckenposten ignorieren. Endlich, nach 2 Stunden und 200 Überholvorgängen, war der Wendepunkt in Monte Cermigone erreicht und ich konnte meine Aufholjagd fortsetzen. Inzwischen waren die Straßen abgetrocknet und auch der heftige Gegenwind konnte mich nicht beeindrucken, relativ entspannt rollte ich nach 3:20 Stunden in die Wechselzone.

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