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Heißer Herbst Teil 1

Auch im letzten Teil der Outdoor-Saison kämpften die Twinler kräftig und schwangen sich nochmals auf zu neuen Herausforderungen.

Gleich zu Beginn des August stand in Regensburg zum ersten Mal nach der Corona-Pause der dortige Triathlon an. Zwei Wochen nach dem verpassten Aufstieg mit der Liga-Mannschaft gingen Thomas Wittmann (olympische Distanz) und Daniel Reindl (Sprintdistanz) dort an den Start. Für beide sollte es ein mehr oder weniger ärgerlicher Vormittag werden.
Thomas kam in aussichtsreicher Position vom Rad gestiegen und ließ auf der Laufstrecke seine große Stärke voll ausspielen. In einem Herzschlagfinale sicherte er sich nach einer imposanten Aufholjagd den Gesamtsieg…so schien es. Im Ziel wurde bereits da Siegerinterview absolviert und sich ausgiebig gefreut, bis ein Kampfrichter auf eine ihm ausgesprochene 2-minütige Zeitstrafe hinwies, was dann letztendlich „nur“ Platz 4 bedeutete.
Im Rennen der Sprintdistanz hatte Daniel Reindl auch kein Glück. Auf Platz vier liegend konnte er in den Laufschuhen den Abstand auf das Podest zusehends verkürzen, doch eingangs der zweiten Laufrunde wurde er falsch geleitet und durfte ein paar hundert Meter extra laufen. Mit 30sek Rückstand blieb im Ebenfalls der vierte Gesamtplatz.
Zusammenfassend war es für das Duo ein mehr als durchwachsener Ausflug mit einem faden Beigeschmack.

Eine Woche später ging mit Luca Bauer unser Niederbayer in Neumarkter Diensten beim Tierseetriathlon als Titelverteidiger ins Rennen. Er setzte nach einer erfolgreichen Ligasaison und einem zweiten Platz in der AK20 bei seinem ersten Ironman in Nizza alles daran, auch die Ausgabe 2023 für sich entscheiden zu können. Bei heißen Temeperaturen musste er sich zwei Konkurrenten geschlagen geben und landete auf dem Dritten Gesamplatz, mit seiner Leistung zeigte er sich dennoch zufrieden.

Als echte Dauerbrenner zeigen sich Astrid Zunner und Christian Wolfarth. Nach den herausragenden Platzierungen bei den bayerischen im Duathlon in Kreiling griffen sich beim V-Card Triathlon in Viernheim bei den deutschen Meisterschaften über die olympische Distanz abermals an.
Astrid konnte sich in der Alterklasse 45 sensationell den ersten Platz sichern und ist somit deutsche Meisterin 2023! Nach zwei bayerischen Titel bereits ihr dritter Gesamttitel in diesem Jahr, wahnsinn.
Für Christian sprang in einem stark besetzten Feld in der Alterklasse 55 mit Platz acht eine tolle Top-Ten Platzierung heraus!

Das erste September Wochenende stand dann unter einem Österreichischem Stern. Zwei Reisegruppen machten sich jeweils einmal auf nach Podersdorf und Zell am See. Am Samstag in Podersdorf gab Julian Hegel abseits der Regionalliga sein Debüt für den Twin-Neumarkt und nahm auch seine erste Langdistanz in Angriff.
Julian ging kontrolliert ins Rennen und konnte in 59min aus dem Wasser steigen. Auf dem Rad setzte er sich in guter Gesellschaft in den Top-Ten fest. Nach 30 gelaufenen Kilometern machten ihm muskuläre Probleme stark zu schaffen. Dennoch durfe er sich über eine grandiose Zielzeit von 9:16h bei der ersten Langdistanz und über Gesamtplatz 6 freuen!
Teamkollege Daniel Reindl brauchte für seine erste Mitteldistanz 4:12h, kam damit als 21. ins Ziel.
Beim 70.3 Zell-am-See gab es mit Marina Bierschneider ebenfalls eine Debütantin über die Mitteldistanz und dieses glückte ihr auch auf Anhieb. Mit einer Zielzeit von 5:23h und einem richtig starken fünften Platz in der Alterklasse zeigte sich Marina mehr als zufrieden. Die WM-Quali verpasste sich leider knapp.
Ein fast schon alter Hase auf der Mitteldistanz ist Thomas Wittmann und so ging er das Rennen auch aggresiv an. Beim Schwimmen schon im Mix und nach dem Rad in aussichtsreicher Position für ganz weit vorne verließen aber den scheinbar unkaputtbaren Wittmann die Kräfte. Bereits in der Vorbereitung zeichnete sich ab, dass sein Körper den Strapazen einer harten Saison tribut zollen würde. So wurde der abschließende Lauf mehr zur Qual. Nach dem Rennen wurde deshalb umgehend die Off-Season eingeläutet. Prost!

Noch viel mehr in Teil 2…

Juli-Rückblick

Der Wettkampf-Sommer ist vorbei. Allerhöchste Zeit um das geschehene aufzuarbeiten 😀
Unfassbar heiß war nicht nur der Juli, denn der TWin hat jetzt einen Weltmeister in seinen Reihen! (dazu unten mehr)

Aber von vorne:
Gleich zu Beginn des Juli fanden jeweils in Nittenau und beim bekannten Baggerseetriathlon in Hersbruck wahre Hitzeschlachten statt. Letzteren Klassiker bei unseren fränkischen Sportnachbarn vom DAV-Hersbruck stellten sich Petra Stiegler, Jürgen Weiß und Josef Graf.
Der Start für die berühmt kurze Schwimmstrecke von 300m erfolgte um Punkt 10 Uhr, aufgrund der hohen Temperaturen natürlich ohne Neoprenanzug. Dann folgte die berüchtigte Radstrecke, auf der man quasi nur bergauf fährt und so zur zweiten Wechselzone in Waller gelangt. Auch auf der Laufstrecke war es an diesem Tag unangenehm durch die früh einsetzende Hitze.
Doch die Twinler schlugen sich prächtig. Petra Stiegler verpasste das Gesamtpodest auf Platz 4 nur knapp (AK-Sieg!). Jürgen Weiß belegte Platz 64 und in seiner AK Platz 6. Josef Graf kam auf Rang 14 ins Ziel und wurde in seiner AK 5.

Am gleichen Tag und fast zeitgleich starteten beim Regentaltriathlon in Nittenau Magdalena Lechner und Daniel Reindl. Hier wurde zur Abwechslung im Freibad auf einer 25m-Bahn geschwommen. Der Start erfolgte alle 15 Minuten in den jeweiligen Startgruppen, danach folgte eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Radstrecke, ehe die abschließenden 5km in der prallen Sonne absolvieren zu wahren.
Magdalena Lechner holte sich prompt mit Gesamtplatz 8 eine Top10 Platzierung und in ihrer AK wurde sie starke zweite. Daniel verpasste den Gesamtsieg mit dem zweiten Platz knapp und auch in der AK bedeutete das Platz 2.
Eine super organisierte Veranstaltung, die man auch mal besucht haben muss!

Weiter ging es mit Hamburger-Wassertriathlon, in dessem Rahmen dieses Jahr die AK-Weltmeisterschaft auf der Sprintdistanz ausgetragen wurde.
Hierzu kann man nur sagen: Der Wahnsinn hat einen Namen und er heißt THOMAS WITTMANN!
Nach seinen Titel als bayr. Meister im Duathlon, bayr. Meister auf der Sprintdistanz übersprang er er einfach die Stufe des deutschen und des Europatmeisters. Mit wieder mal richtig guter Form und an einem „Sahnetag“ krönte er sich unfassbarerweiße zum Weltmeister. Beim Schwimmen mit Neoprenanzug in der Alster kam er gut zurecht und konnte sich bereits perfekt positionieren. Auf dem Rad fand er eine Gruppe, die ein hohes Tempo anschlug und so weiteren Boden gut machte. Den abschließenden 5km-Lauf rannte er in schlanken 16min und holte sich so knapp aber höchstverdient den WM-Titel in der AK 25 und den zweiten Gesamtrang. Unfassbar!

Ebenfalls eine äußerst erfolgreiche Saison legt unser Duo Christian Wolfarth und Astrid Zunner. Sie stellten sich beim Neustädter Triathlon einer Premieren. Denn der TSV Bad Gögging organisierte anlässlich des Jubiläumsjahrs eine sportliche Großveranstaltung, die es so noch nie in der Großgemeinde gab. Die Eckdaten: 600m Schwimmen im Mauerner See, 20,2km Radfahren und 5,4km laufend durch die Stadt mit Zieleinlauf am Rathausplatz.
Unsere Twin Athletin Astrid Zunner sicherte sich den 2. Gesamtplatz bei den Damen und Christian Wolfarth wurde 1. in der AK 55.

Eine Woche später:

Zur 40. Auflage des Hofer Triathlons waren wieder sportliche Höchstleistungen geboten und dies alles sehr bequem zu beobachten für die Zuschauer am Sonnenhang. Durch den starken Wind wurde die Schwimm-Distanz zu einer noch größeren Herausforderung als sonst. Der Untreusee hatte Wellengang weshalb die Schwimmzeiten auch etwas schlechter waren. Trotz dieser Widrigkeit stieg unsere Twin Athletin Astrid Zunner im Frauenrennen auf der Kurzdistanz als 1. Frau aus dem Wasser. Mit einer soliden Radleistung und dem abschließenden 10 km Lauf sicherte sie sich souverän den 3. Platz der Gesamtwertung bei den Damen. Christian Wolfarth kämpfte etwas mit den Schwimmbedingungen konnte sich aber durch eine sehr gute Lauf- und Radleistung über den 2. Platz in der AK 55 freuen. Maximilian startete ebenfalls im gleichen Wettkampf in Hof und erkämpfte sich mit Platz 6 in seiner AK ein starkes Ergebnis.

Rückblick Juni

Äußerst erfolgreich zeigten sich die Scharen an hellblauen Athleten bei diversen Wettkämpfen im Juni.

So z.B. Thomas Wittmann, der sich derzeit (mindestens) auf der Spitze seines Schaffens befindet. Bei der bayerischen Meisterschaft der Amateure über die Sprintdistanz in Obernzenn (500m Schwimmen, 22km Radfahren, 5km Laufen) holte er sich seinen zweiten bayerischen Meistertitel des Jahres. Nachdem er beim Duathlon in Hörmannsdorf bereits die eins belegte, sammelte er in Obernzenn seinen zweiten Titel des Jahres und wehrte sich dort erfolgreich gegen Konkurrenten aus der 1. Triathlon-Bundesliga. Doch nicht nur UD-Tommy holte Edelmetall: Christian Wolfarth belegte in der Altersklasse (AK) 55 den zweiten Platz, Dieter Herrmann-Soder wurde in der AK70 dritter. Ebenso erfolgreich waren die Damen, denn Astrid Zunner krönte sich in der AK45 zur Siegerin und Monika Soder heimste in der AK55 die Silbermedaille ein.

Eine Woche später beim Rothsee-Triathlon durften sich die Twinler ebenfalls über großartige Resultate freuen. Der Youngster Leander Träger verpasste in der Jugend B um knappe acht Sekunden den Sieg und wurde zweiter, sein Bruder Tizian holte Rang acht. In der gleichen Wertung ergatterten die Schwestern Raija und Franka Pollermann die Plätze neuen und elf.
Auf der Sprintdistanz errang Sabrina Erhardt den fünften Gesamtrang. Auf der doppelt so langen olympischen Distanz lieferten sich Dominik Daum und Florian Bader ein enges Rennen. Im Ziel trennten die beiden nur gut zwei Minuten, was für Daum Platz 56 bedeutete, und Bader holte sich Rang 62. Routinier und Jugendtrainer Manfred Büttner landete auf Rang 124 und in seiner Altersklasse wurde es die siebte Position.
Schnell unterwegs waren die beiden Damen Marina Bierschneider und Nathalie Kinder. Marina Bierschneider erkämpfte sich einen guten 17. Platz und holte in der AK30 einen überragenden dritten Platz. Auch Nathalie Kinder, bei ihrem ersten Start für den Twin-Neumarkt, konnte mit Gesamtrang 31 und in der AK20 als sechste glänzen. Da darf man gespannt sein auf die nächsten Ligarennen des Damenteams.

In der Landesliga-Nord der Herren ging die zweite Mannschaft zeitgleich beim Stadttriathlon in Forchheim an den Start. Der zweitgeteilte Teamwettkampf setzte sich aus einem Swim&Run (600m + 2,5km) und aus einem Bike&Run (22km + 2,5km) zusammen. Josef Graf, Andreas Meier, Marco Benz und Lukas Gruber konnten nach dem Swim&Run zunächste den ersten Rang bejubeln. Im zweiten Teilwettkampf mussten sie auf dem Rad das Quartett aus Erlangen ziehen lasse und konnten diese auf der Laufstrecke auch nicht mehr stellen. In der Endabrechnung steht ein zweiter Platz zu Buche, was dennoch ein sehr gutes Ergebnis für das Team darstellt.
Funfact: Marco Benz schaffte es innerhalb von wenigen Minuten zwei gelbe Karten zu bekommen 😉 Außerdem wurde eine Disqualifikation wegen urinieren in der Wechselzone um haaresbreite vermieden. Tatsächlich!

Mächtig was los im Mai

Im Mai kehrte nicht nur langsam das gute Wetter zurück, sondern auch endlich die vielen Veranstaltungen, auf die unsere Athleten den ganzen Winter hintrainiert haben und es sollte sich auszahlen.

Starke Leistungen zeigten die Athleten des TWIN Neumarkt Astrid Zunner und Christian Wolfarth beim Kraillinger Duathlon und brachten die jeweiligen Meistertitel in der AK45 bei den Damen und AK55 bei den Herren mit nach Hause. Ein perfekter Einstieg in die Wettkampfsaison wo die beiden Athleten sogar im Gesamtklassement den 5. (Astrid) und 13. (Christian) Gesamtrang erlangten.
Mit diesem gelungenen Einstieg, bei ihren jeweils ersten Rennen für den Neumarkter Triathlonverein, geht es für die beiden am 11.06. zur bayerischen Meisterschaft im Sprinttriathlon nach Obernzenn und am 16. Juli nach Erding.

Eine Woche nach dem furiosen Ligaauftakt in Weiden ging der Niederbayer Luca Bauer bei der erstmalig ausgetragenen Mitteldistanz in Pocking an den Start. Die Distanzen waren für die Mitteldistanz klassisch verteilt, d. h. 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km Laufen. Der Schwimmstarke Bauer setzte sich in der Auftaktdisziplin gleich in der ersten Gruppe fest und stieg an fünfter Position aufs Rad. Bis ca. Kilometer 60 konnte er dem Tempo an der Spitze gut folgen, bis ihm einige Konkurrenten auf der winkeligen Strecke nach einer Kurvenkombination enteilten. Mit etwas Frust im Bauch über dieses taktische Missgeschick konnte er in rund 1:20h noch einen guten Halbmarathon abliefern und sicherte sich somit den achten Gesamtplatz und in der Altersklasse 20 den Sieg. Zum Podium fehlten dem Schönberger in einem hart umkämpften Rennen nur zwei Minuten.

Eine Woche danach lockte der Ruf des Audi Triathlon Ingolstadt wieder einmal einige Windschatten Triathleten an. Bei den Herren gingen über die Mitteldistanz Thomas Wittmann, Daniel Fink, Christoph Ostalecki, Steffen Höß an den Start und bei den Damen Astrid Werner. Die Distanzen verteilten sich in Ingolstadt auf 1,9km Schwimmen, 80km Radfahren und rund 20km Laufen.
Thomas erwischte mit einer Schwimmzeit unter 27min gleich einen perfekten Start, Daniel blieb unter der Schallmauer von 30min und auch das Duo um Ostalecki und Höß war zufrieden mit ihren Leistungen im Wasser. Auf der flachen Radstrecke konnte Thomas Wittmann zunächst seinen Platz unter den Top20 gut halten, ehe ihm Rückenprobleme im letzten Drittel dazu zwangen, das Tempo zu drosseln. Mächtig Boden gutmachen konnten Daniel Fink und Christoph Ostalecki, Steffen Höß konnte sich leicht verbessern. Angekommen in den Laufschuhen holte Thomas Wittmann wieder gehörig auf, mit einer Lauftzeit von 1:16h belegte er am Ende Platz 15. Für Neumarkt folgten Daniel Fink, Christoph Ostalecki und Steffen Höß.
Für hochgradige Spannung im Damenrennen sorgte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Astrid Werner. Ab dem Schwimmen hielt sie sich konstant in den Top10 auf. Bereits auf dem Rad machte sie nochmals einige Plätze gut und konnte das Podium sozusagen schon riechen. In einem wahren Laufkrimi verpasste sie mit der drittschnellsten Laufzeit das Gesamtpodest nur um 21 Sekunden, wahnsinn!

Ende Mai war dann mit dem Sparkassen Triathlon in Kallmünz fast ein Heimwettkampf für die Neumarkter Triathleten, der nach 2019 endlich wieder im Rennkalender stand. Auf der Sprintdistanz mussten 600m in der Vils geschwommen werden, 20km Rad gefahren und anschließend 5km gelaufen werden. Bei den Männern waren Daniel Reindl, Manfred Büttner und Josef Graf bei – seinem ersten Einsatz für Neumarkt – mit von der Partie. Im Frauenrennen war Monika Soder für den Twin unterwegs. Reindl konnte leider nicht um den Tagessieg mitkämpfen und musste sich mit dem zweiten Gesamtrang zufriedengeben. Josef Graf verpasste als gesamt elfter nur knapp die Top10 und Manfred Büttner durfte sich über einen den 18. Platz sowie den Gewinn seiner Altersklassenwertung freuen. Monika Soder belegte in der Gesamtabrechnung Platz 13 und in ihrer Altersklasse den dritten Rang.
Ebenfalls in Kallmünz, aber über die Kurzdistanz (1,5km Schwimmen, 35km Radfahren, 10km Laufen) gingen Andreas Maier – nach dem Regionalligarennen in Weiden sein erster Start für Neumarkt in einem öffentlichen Rennen – und der Altmeister Reinhold Schmidtpeter an die Startlinie. Maier hatte nach einem guten Schwimmen und Radfahren auf der Laufstrecke leider erhebliche Schmerzen und lief auf Gesamtrang 15 ins Ziel. Fast wie gewohnt, könnte man behaupten, gewinnt Reinhold Schmidpeter wieder einmal seine Altersklasse. Selbst nach Jahrzehnten im Ausdauersport wird dieser nicht müde und spulte in Kallmünz gewohnt sein Programm ab und lies seinen gleichaltrigen Konkurrenten keine Chance!

Und noch einmal die hellblauen Vereinsfarben hochalten hieß es für Luca Bauer beim Triathlon in Deggendorf. Über die klassische Olympische Distanz (1,5km schwimmen, 40km Radfahren, 10km Laufen) gelang ihm nach eigenen Angaben ein nahezu perfektes Rennen. Ab dem Start setzte er sich mit einem Konkurrenten vom Rest des Feldes ab und wechselte sogar als Führender aufs Rad. Hier büßte er jedoch im Verlauf des Rennens zwei Minuten ein. Auf der Laufstrecke konnte er sich etwas zurück arbeiten, für den Sieg sollte es aber nicht mehr reichen. Gegen einen ehemaligen deutschen Meister auf Langdistanz ist das aber aller Ehren wert und so zeigte sich Luca Bauer nach dem Rennen auch sichtlich zufrieden mit seiner Leistung.

Weiden ist nur einmal im Jahr!

Wie in den letzten Jahren fast üblich, bildetet der Triathlon Weiden den Auftakt für die bayerische Triathlonsaison. Die Landesliga-Nord, Bayernliga Damen und Herren, Regionalliga Damen und Herren, sowie Jedermannwettkämpfe auf der Supersprint-, Sprint- und Olympischen-Distanz standen auf dem Rennplan für Samstag.
Den Anfang, bei einer Vielzahl von Starts, machte die neugegründete Damenmannschaft des TWin-Neumarkt in der Bayernliga. Sie hatten einen Doppelstart und mussten am Morgen eine Supersprintdistanz als Prolog bewältigen. Im Abstand von fünf Sekunden wurden die Athletinnen in das Rennen geschickt und durften im mit 16 Grad extrem kalten Wasser die erste Disziplin bewältigen. Astrid Werner und Leonie Brückner kamen mit den schwierigen Bedingungen gut zurecht und hielten sich im vorderen Drittel auf. Marina Bierschneider und Sabrina Erhardt hielten mit Mittelfeldplatzierungen gut mit. Astrid konnte mit einer Spitzenleistung auf dem Rad punkten, Leonie musste leider etwas einbüßen und Marina konnte satte zehn Plätze gut machen. Großes Pech hatte Sabrina, die bei einem Überholvorgang durch ein Ausweichmanöver einer anderen Athletin zu Sturz kam, musste jedoch kaum Plätze einbüßen. Auf der abschließenden 1,7km Laufrunde gab Astrid weiter Gas und brachte eine Spitzenleistung, Marina landete im guten Mittelfeld. Leonie und Sabrina trennten nur wenige Sekunden und hatten sich ebenfalls gute Positionen erkämpft. Aus den Zielzeiten wurde der Mittelwert errechnet für die Mannschaftsverfolgung, die am Nachmittag folgte. Mit einem sechsten Platz unter 11 Mannschaften legten die Damen gleich gut vor bei ihrem ersten Ligarennen überhaupt.


Gut 20 Minuten nach den Damen, stand dann für das Regionalliga-Team der Herren das gleiche Rennen als Prolog an. Thomas Wittmann legte gleich in der ersten Disziplin vor und hatte eine Schwimmzeit in den Top10 erzielt, knapp langsamer war Luca Bauer. Daniel Reindl und Julian Hegel trennten ebenfalls wenige Sekunden mit Schwimmleistungen im Mittelfeld, Andreas Maier hatte mit den kalten Wassertemperaturen zu kämpfen, hielt sich aber gut im Rennen. Auf der Radstrecke konnte Thomas ebenfalls mit einer guten Leistung punkten, Luca zeigte auch eine gute Leistung und Daniel konnte im Vergleich zum Schwimmen wertvolle Zeit gutmachen. Julian blieb etwas hinter seinen Möglichkeiten und Andreas wiederum konnte viel Boden gut machen. Auf der Abschließenden Laufrunde düpierte Thomas in seiner Paradedisziplin einmal mehr die Konkurrenz und machte mit der mit Abstand besten Laufzeit einen großen Satz nach vorne. Luca, Daniel, Julian und Andreas blieben mit ihren Laufleistungen sehr nah beieinander und erarbeiteten sich so eine perfekte Ausgangsposition. Denn man lag in der maßgebenden Mannschaftswertung sensationell in Führung und hatte somit die Pole-Position für das Verfolgungsrennen am Nachmittag.

Im Gegensatz zu den anderen Ligen, hatte die zweite Herrenmannschaft in der Landesliga-Nord eine normale Sprintdistanz mit Windschattenfreigabe und Massenstart zu bewältigen. Es mussten 800 Meter geschwommen, knapp 20km Rad gefahren und 4,5km gelaufen werden. Als bester Neumarkter stieg Neuzugang Samuel Keck an Position fünf aus dem Wasser, ihm folgte Andreas Meier auf Rang 15, Lukas Gruber auf Platz 18 knapp dahinter und Maximilian Zollbrecht schlug sich mit dem 23. Rang nach dem Schwimmen in seinem ersten Ligarennen sehr gut. Auf dem Rad fuhren Lukas und Andreas ähnlich schnell, Samuel musste ein paar Plätze hergeben, er erwischte nach dem Schwimmen keine Radgruppe blieb aber trotzdem an den Top10 dran. Maximilian konnte seine Position auf dem Rad verteidigen. Beim abschließenden Lauf entwickelte sich ein interner Dreikampf. Lukas fegte mit der zweitbesten Laufzeit des Tages durch das Feld und finishte auf Platz neun. Samuel blieb Andreas zu Beginn nur auf den Fersen, um ihn im späteren Rennverlauf zu stellen und überholen zu können. So landete Samuel auf Rang 12 und Andreas auf Platz 14. Maximilian belegte in seinem Premieren-Rennen einen guten 23. Platz und lieferte mit der siebtschnellsten Laufzeit einen top Einstand ab.
Leider erfuhr die Mannschaft erst nach dem Rennen von der Disqualifikation von Andreas, die bedeutete zwar einen herben Rückschlag in der Teamwertung, dennoch kann man mit einem fünften Rang unter 10 Mannschaften von einem geglückten Einstand sprechen!

Am Nachmittag standen dann die Mannschaftverfolgungen der Damen in der Bayernliga an und bei den Herren in der Regionalliga. Die Damen machten ab 14 Uhr den Anfang und die TWin-Athletinnen legten gleich gut los im kühlen Nass. Als sechste Mannschaft gestartet, hatten sie den geringen Rückstand auf Platzt fünf schnell egalisiert und sogar die viertplatzierte Mannschaft der SG Allgäu-Chiemgau eingeholt. Bis dahin noch zu viert unterwegs, blieb Sabrina Erhardt aufgrund der Schmerzen ihres Radsturzes vom Vormittag in der ersten Wechselzone zurück. Das verbliebene Trio zeigte auf der Radstrecke im Teamformat eine herausragende Leistung. Angeführt von der Ligaerfahrenen Astrid Werner brannten die Damen die zweitbeste Radzeit in den Asphalt und so war sogar Rang drei in Sichtweite. Nach einem hackelnden Wechsel in die Laufschuhe mussten sie leider wieder eine Position hergeben und gingen auf die beiden Laufrunden mit insgesamt 3,2km. Dort wurden sie leider wieder auf Rang sechs verwiesen und hatten somit ihren ursprünglichen Startplatz wieder inne. Auf den fünfen Platz fehlten dem Team nur winzige sechs Sekunden, dennoch war die neuformierte Truppe höchstzufrieden mit ihren Einstandsrennen. Diese Leistung lässt viel Potenzial erahnen für die weitere Saison.

Wie im vergangenen Jahr im gleichen Rennen noch in der Bayernliga, durchlebten das Herrenteam der Regionalliga ein Wechselbad der Gefühle. Vor dem Schwimmen noch auf Platz eins mit 21 Sekunden Vorsprung vor der TGVA Augsburg gestartet, war dieser Vorsprung bis zum Wechsel aufs Rad komplett geschmolzen. Mit einem guten ersten Wechsel fuhr man jedoch weiterhin als erster auf die Radstrecke. Dort konnte man mit einer guten Zeit die Verfolger in Schach halten und donnerten mit knapp 45 km/h durchschnittlich über die kurvige Strecke. Die Konkurrenten aus Augsburg waren dem Quintett jedoch weiterhin sehr dicht auf den Fersen und so konnte man mit einem abermals schnellen Wechsel in die Laufschuhe wieder wertvolle Sekunden herausholen, die im späteren Rennverlauf noch wichtig wurden. Bis jetzt noch zu fünft unterwegs, war es jetzt auch erlaubt einen der Athleten sozusagen zu verlieren, diese Rolle sollte eigentlich Andreas Maier übernehmen. Da aber Daniel Reindl zu Beginn mit erheblichen muskulären Problemen zu kämpfen hatte und Maier das hohe Tempo nicht halten konnte, zogen die Augsburger an den Neumarkter Athleten vorbei und hatten ca. 50m Vorsprung. Da sich Daniel aber zurück kämpfen konnte und seine Laufbeine wieder fand ging es für die mittlerweile nur noch vier Athleten an die Verfolgung. Den Sieg vor Augen rückte man immer näher heran und konnte schließlich 1km vor dem Ziel wieder die Führung übernehmen und diese bis ins Ziel auf knappe achte Sekunden ausbauen.
Mit diesem Erfolg in der höchsten Triathlonliga Bayerns hätte man als abermaliger Aufsteiger absolut nicht gerechnet. Aber durch eine homogene Zusammensetzung der Mannschaft konnte man einmal mehr in einem Teamwettkampf sehr gut performen.

Im Jedermannwettkampf auf der Supersprintdistanz (200m Schwimmen – 10km Radfahren – 2,5km Laufen) ging der erst 15-jährige Leander Träger in einem mit Kaderathleten bestückten Starterfeld ins Rennen. Mit seiner Zielzeit von 28:03min erreichte er nicht nur den elften Platz, sondern sicherte sich unter Jugendlichen B den zweiten Platz. Sein Trainer Manfred Büttner und Peter Unterburger bestreiteten die Sprintdistanz (400m/19km/5km). Büttner blieb mit 1:01h knapp über den 60min, wurde damit 19. und gewann wieder einmal seine Altersklasse. Peter Unterburger benötigte für die Strecke 1:16h, belegte damit den 38. Rang im Gesamten Rennen und wurde in seiner Altersklasse guter fünfter.

Air Büttner

Duathlon verlangt den Starten alles ab!

Der siebte Duathlon des SV Hörmannsdorf hatte heuer einen besonderen Höhepunkt zu bieten. Auf der Kurzdistanz (9,5 km Laufen, 42,5 km Radfahren, 5 km Laufen) wurden in dem Parsberger Ortsteil zum ersten Mal die bayerischen Meister ermittelt. Die Veranstaltung bildete den großartigen Auftakt zu einer Wettkampfserie des Bayerischen Triathlon-Verbandes. Auch für die Triathleten vom TWin Neumarkt war es für einige eine Auftaktveranstaltung. Gleich 6 Triathleten gingen auf die Kurzdistanz und konnten mit guten Zeiten glänzen. Die beste Nachricht aus Hörmannsdorf: der Verein hat einen bayerischen Meiste und er heißt Thomas Wittmann! Er musste die anspruchsvolle Streckenführung mit 1200 Höhenmetern und mehrere, kräftig in die Beine gehende Steigungen absolvieren und schaffte dies in einer sagenhaften Zeit von genau 2 Stunden. Er musste sich in der Endabrechnung nur um 1:20min dem Profi-Athleten Sebastian Neef geschlagen geben (diese wurde in der Meisterschaft nicht gewertet aufgrund seines Profistartpasses), doch nahm er im auf den beiden Laufstrecken mehrere Minuten ab. Leider hatte Thomas am Ende der Radstrecke einen kurzen Stop einlegen müssen, da ihm die Kette vom Kettenblatt gefallen ist.
Ebenfalls sehr schnell unterwegs war Christopher Ostalecki mit 2:25 Std., gefolgt von Christoph Scherer in 2:31 und 3. Platz in seiner AK. Nur wenige Minuten später lief Sebastian Schwarzfischer in 2:35 Std. und Steffen Höß in 2:41 Std. durchs Ziel. Einzige Dame auf der Kurzdistanz war Monika Soder vom Verein und kämpfte sich trotz der Wetterwidrigkeiten durchs Ziel. Die gleiche Distanz musste die Staffel mit Christian Krüger als Läufer und Hermann Soder als Radfahrer bewältigen.

Tollen Sport erlebten die Zuschauer auch auf der Jedermann-Strecke (5,5 km/15 km/2,3 km). 35 Finisher wurden hier gezählt. Mit an den Start gingen wieder einmal Petra Stiegler, Platz 3 Gesamt in einer Zeit von 1:11 Std., Marina Bierschneider in 1:15 Std. und Newcomerin Magdalena Lechner in 1:19 Std. Alles in allem ein schöner Wettkampf, perfekte Organisation und am Wetter kann man „noch arbeiten“.

Links Thomas Wittmann als Gesamt Zweiter und bayerischer Meister!