Hellblaue Festspiele beim Seenland Triathlon

Vergangenes Wochenende fand am Steinberger See der 5. Seenland Triathlon statt und stellte sozusagen den Triathlon-Saisonabschluss in Bayern dar. Diese Gelegenheit liesen sich eine Vielzahl der Twinler nicht nehmen und sahnten dabei richtig ab! Auf der Supersprint-Distanz (300m Schwimmen -15km Rad – 2,9km Laufen) gingen im Herrenrennen Andi Biersack und Dieter Herrmann-Soder an den Start. Andi belegte Platz 31 und Dieter kam kurz danach auf Platz 32 ins Ziel und wurde somit auch Sieger der AK 70.
Im Rennen der Frauen gingen Sabrina Erhardt, Sarah Miehling und Monika Soder für den Twin ins Rennen. Sabrina war von Beginn an vorne dabei, sie kam im Wasser gleich gut zurecht und kam auf Platz drei aus dem Wasser. Auf dem Rad fuhr sie die schnellste Zeit und schnappte sich gleich die Führung, was sie allerdings erst in der Wechselzone realisierte, da dort das Führungsfahrzeug auf sie wartete. Monika lag nach dem Radfahren auch schon auf Platz 3 und Sarah auf Rang 17. Beim Laufen gab Sabrina nochmals alles und konnte ihren Vorsprung souverän verteidigen und holte sich ihren ersten Gesamtsieg bei einem Triathlon. Glückwunsch! Auch Monika konnte ihren Podestplatz verteidigen und konnte ihren dritten Gesamtrang und den Sieg in der AK 55 einfahren. Mit einem guten Lauf konnte sich Sarah noch um einige Plätze verbessern und landete mit Platz 11 nur knapp außerhalb der Top10.

Auf der Sprintdistanz (750m Schwimmen – 26km Rad – 5,8km Laufen) hatte der Twin mit Marco Benz und Thomas Wittmann zwei heiße Eisen im Feuer. Ein Blick in die Starterliste des Männerrennens hat Szeneinsidern bereits ein hochkarätiges Rennen versprochen und so sollte es auch kommen. Wie gewohnt konnte die Twin-Athleten beim Schwimmen nicht an der absoluten Spitze mitmischen, Thomas kam an zehnter Stelle aus dem Wasser und Marco auf Platz 36. Beide legten auf dem Rad gleich offensiv los und so konnte Thomas den Anschluss an die ersten Verfolger herstellen, hielt sich aber taktisch noch etwas zurück, da sich alle späteren Sieganwärter um ihn herum befanden. Unter anderem Julian Hegel aus Hersbruck, der ab nächstem Jahr in der Regionalliga dann kein Konkurrent mehr ist, sondern auch für den Twin starten wird. Mit einer gewohnt guten Radleistung konnte auch Marco Plätze gut machen und schob sich auf Rang 13 vor. Innerhalb weniger Sekunden kam das Verfolgertrio bestehend aus Thomas Wittmann, Julian Hegel und dem starken Amberger Läufer Noah Treptow fast geschlossen in die zweite Wechselzone und es bahnte sich eine rasante Laufentscheidung an, denn alle drei Athleten haben dort ein Pfund. Thomas „UD“ Wittmann, der sich momentan in der Vorbereitung auf die Ironman 70.3 WM in Utah vorbereitet sorgte mit einem ersten Kilometer knapp über 3min gleich mal für eine kleine Vorentscheidung. Mit der schnellsten Laufzeit holte er bald den bis dahin Führenden ein und durfte als Gesamtsieger als erster den Ziekanal durchlaufen! Marco konnte mit einer wieder einmal starken Aufholjagd in den Laufschuhen noch Platz acht ergattern und gewann außerdem die AK 40. Er bereitet sich jetzt auf einen abschließenden Herbst-Marathon vor.
Mit dem zweiten Gesamtplatz und der zweitbesten Laufzeit zeigte der zukünftige Neu-Neumarkter Julian Hegel, dass er ab der nächsten Saison eine wichtige Verstärkung für die erste Liga-Mannschaft darstellt.

Premieren beim KULT-Allgäu-Triathlon 2022

Beim 41. Allgäu-Triathlon, der den KULT in sich trägt, war mit Armin Bauer diesmal nur ein Athlet vom TWin Neumarkt am Start. Bei Kaiserwetter am Wettkampfsonntag gab es gleich mehrere Premieren zu feiern bzw. zu überstehen.

Im Gegensatz zu den vergangenen Teilnahmen über die Mitteldistanz übte sich Bauer diesmal auf der für ihn ungeliebten Olympischen Distanz (1,5km – 40km – 10 km): der vergleichsweise hohe Schwimm-Anteil schreckt ihn als mäßig starken Schwimmer traditionell eher ab. Da der Anfahrtsweg für eine Sprintdistanz ins Allgäu nicht lohnt, Trainingszeiten ob der familiären Vergnügungen mit zwei kleinen Jungs samt Ehefrau rar geworden sind verbot sich die Teilnahme an der sehr anspruchsvollen Mitteldistanz sowieso. Deshalb durfte es Armin diesmal über die Olympische Distanz richten.

Der Auftakt im Großen Alpsee zu Bühl bei Immenstadt mit den traditionellen Alpblashörern, Böllerschüssen und dem obligatorischem Nebel war wie immer im Allgäu Spektakel für Athleten wie Zuschauer. Bauer verrichtete die 1,5km im kühlen Nass samt kurzem Landgang den Umständen entsprechend passabel. Auf dem Weg zum Triathlon-Boliden mussten in der langgezogenen Wechselzone die ersten Höhenmeter an Land überwunden werden. Es gibt wohl nicht viele Wettkämpfe, in denen selbst die Wechselzonen nicht wenige Höhenmeter aufweisen. Die nächsten Anstiege warteten auf dem Zweirad bereits nach 3 Kilometern mit dem berühmt-berüchtigten Kalvarienberg:  der Anstieg ist „nur“ 700 Meter lang, die Steigung der Straße neigt sich dafür an einigen Stellen über 16 Prozent steil gen Himmel. Die Zuschauer verwandeln die „Rampe“ ähnlich den Anstiegen bei der großen Schleife in Frankreich: in einen wahren Hexenkessel. So mancher Athlet wächst im dichten Menschengedränge über sich hinaus. Bauer kannte die Gegebenheiten, stellte das Tempo auf moderat mit dem Wissen: die Strecke wartet mit noch so einigen weiteren, giftigen aber auch langgezogenen Anstiegen auf. Dass nicht nur Anstiege Probleme bereiten können sondern auch in flachen Passagen Missgeschicke passieren können konnte Bauer nur kurz nach dem Anstieg erfahren: ein Wespenstich so früh im Wettkampf war die zweite Premiere des Tages. Nicht wissend wie der Körper unter Belastung reagiert spult Armin sein Programm weiter ruhig ab, kühlt die dicker werdende Lippe mit Wasser und tritt weiter seine im Schnitt 250 Watt. Als relativ leichter Athlet gelingt es, die Anstiege für Überholmanöver zu nutzen, so konnte nach dem üblichen mäßigen Schwimmen sehr gut an Boden gut gemacht werden. Zeit für das wunderbare Allgäuer Alpenpanorama blieb freilich nicht: nach 800 Höhenmetern verteilt auf die 43 Kilometer lange Strecke konnte Bauer nach 1:50h (Schwimmen + Radfahren) in die Wechselzone stürmen. Der Textfeld:  Wespenstich war bis dahin schon fast vergessen: rein in die neuen Laufschuhe, raus auf die sehr wellige Laufstrecke. Aber Stop: Premiere Nummer drei war ein Besuch auf dem Dixie, in mittlerweile 15 Jahren Triathlon konnte Bauer diesen Gang stets vermeiden. Diesmal: diese 45-Sekunden-Pause gönnen wir uns unter der herrlich heißen Allgäuer Sonne. Die vorbeigezogenen Athleten konnten relativ schnell eingesammelt werden. Über den mittlerweile vermutlich weltberühmten „Kuhsteig“ (ein fast senkrechter Anstieg von ca. 200 Metern, dank der Regenfälle tags zuvor mit äußerst matschigem Untergrund) ging es wellig weiter zurück ins beschauliche Bühl am Alpsee. Von Platz 207 nach dem Schwimmen schob sich Bauer auf den 65. Rang (von 779 Startern) nach vorne.  Nach Textfeld:  2:40h Wettkampf sprang mit Platz 8 in der Altersklasse sogar eine Top-Ten-Platzierung heraus: angesichts der Umstände ein sehr zufrieden-stellendes Ergebnis. Optimierungsbedarf meldete Armins erster Sohn an: den nächsten Zieleinlauf möchte der laufstarke 4jährige zusammen mit seinem Papa zurücklegen. Es bleibt abzuwarten, ob Armin an seinem großen Sohn „dran bleiben“ kann. Dessen jüngerer Bruder scharrt bereits mit den Hufen.

Fazit: der nächste Ausflug ins Allgäu ist fest geplant – die Veranstaltung ist und bleibt einfach: KULT!

Triathlon in Regensburg und Nürnberg

Bereits zum 31. Mal lud Regensburgs Triathlonverein „Tristar“ zu deren Veranstaltung rund um den Dultplatz ein. Mit knapp 500 Teilnehmern war nach dreijähriger Corona-Pause auch die Nachfrage wieder groß. Vom Neumarkter Triathlonverein-Windschatten war Thomas Wittmann eine Woche nach seinem erfolgreichem Mini-Comeback beim Ligafinale in Beilngries und auch Marina Bierschneider in ihrer ersten Triathlonsaison am Start. Beide haben sich in Regensburg für die olympische Distanz entschieden. Dabei mussten 1,5km im Main-Donau-Kanal geschwommen werden, 43km mit dem Rad im Regensburger Umland gefahren und anschließend zehn flache Laufkilometer absolviert werden.

Wittmann verlor im Wasser auf die angetretenen Profis und Bundesligaathleten erwartungsgemäß ein paar Minuten, hielt sich aber gut mit Anschluss an die besten zehn. Auf dem Rad lief es bei ihm ungewohnt durchwachsen und dennoch konnte er hier bereits einige Plätze gut machen. Vermutlich auch wegen des verhaltenen Radfahrens waren bei ihm noch einige Körner im Tank. Diese Reserven verbrauchte er beim abschließenden 10km Lauf vollends und konnte mit einer grandiosen Laufzeit von unter 35min die schnellste Laufzeit des gesamten Feldes beeindrucken und somit einige Elite Athleten ins Staunen bringen. Mit diesem Kraftakt machte er es auch in der Gesamtwertung noch einmal spannend, denn in der Endabrechnung fehlten ihm trotz Platz sechs nur 1:30min auf den zweiten Gesamtplatz.

Eine ausgewogen gute Leistung zeigte Marina Bierschneider bei ihrem erst dritten Triathlon. Im Wasser zeigt sie als Triathlon-Neuling keine Scheu und bestreitet den Kampf beim Massenstart des Schwimmens sehr gut. Auch auf dem Rad konnte sie gut ihr Tempo durchziehen. Beim abschließenden Lauf konnte Marina dann im Vergleich zu den anderen Disziplinen nochmals Boden gutmachen und landete mit Rang 24 unter den schnellsten 30 Damen des Tages.

Weniger Tradition als der Triathlon Regensburg, dafür aber mehr Glanz versprach der Triathlon in Nürnberg. Letztes Jahr noch ausschließlich für die erste und zweite Triathlon-Bundesliga vorbehalten, fand dieses Jahr im Vorfeld der reinen Profiveranstaltung ein Triathlon für Jedermann in Nürnberg statt. Sabrina Erhardt und Daniel Reindl (startete für FC-Sindlbach Triathlon) entschieden sich für die Sprintdistanz. Dabei mussten 500m im Wöhrder See geschwommen werden, zwei Runden zu je 10km im Nürnberg Stadtgebiet Radgefahren werden und anschließend ein 5km Lauf mit Ziel auf dem Hauptmarkt im Herzen der Stadt. Im Rennen der Herren konnte Reindl beim Schwimmen bereits als zweiter aus dem Wasser steigen und überholte seinen einzigen Konkurrenten schon in der ersten Wechselzone. Mit der schnellsten Radzeit baute er seine Führung weiter aus. Auch in den Laufschuhen wurde ihm kein weiterer Athlet mehr gefährlich und so konnte er als einziger Finisher unter der 60min Marke bleiben und somit seinen zweiten Gesamtsieg dieses Jahr einfahren.
Sabrina Erhardt erwischte auch gleich einen guten Start. Dank vieler fleißiger Trainingskilometer im Wasser konnte sie als fünfte Frau dem Wöhrder See entsteigen. Auf der Radstrecke mit vielen Kurven und Wendepunkten musste sie etwas federn lassen und verlor ein paar Positionen. Auch aufgrund der steigenden Temperaturen musste Sabrina auf der Laufstrecke einige Konkurrentinnen passieren lassen. Dennoch konnte sie als Zehntplatzierte den herrlichen Zieleinlauf bei stimmungsvoller Kulisse auf dem blauen Teppich genießen.
Ein fader Beigeschmack bleibt leider dennoch. Wie vielen weiteren Athleten ging es den beiden am Tag bzw. mehrere Tage nach der Veranstaltung. Heftige Magen-Darm-Beschwerden waren die unschöne Folge. Auf Nachfrage von BR und Nürnberger-Nachrichten sieht das örtliche Gesundheitsamt natürlich keinen Zusammenhang mit dem Gewässer des Wöhrder Sees…

Auf der olympischen Distanz (1,5km Schwimmen, 40km Rad, 10km Laufen) stand mit Wolfgang Christl ein erfahrener Twin-Triathlet an der Startlinie. Angetrieben durch die vielen Zuschauer und die reibungslose Organisation konnte auch Christl einen durchaus erfolgreichen Wettkampftag verzeichnen. Mit seiner Zeit von 2:46h sicherte er sich bei den Herren in der Alterklasse 65 souverän den Sieg.

Landesliga-Finale und Bayerische Meisterschaft

Traditionell fällt Anfang August in der Triathlon-Landesliga Nord beim Mainfrankentriathlon in Kitzingen (Unterfranken) der Startschuss zum letzten Rennen der laufenden Saison. Natürlich machten sich auch die Liga-Vertreter des Neumarkter Vereins „Fischer Automobile TWin Neumarkt II“ auf den Weg über die A3 nach Unterfranken, ins schöne, am Main gelegende Örtchen Kitzingen. Seit mehr als 30 Jahren wird die Veranstaltung durchgeführt. Zum Auftakt müssen die Athleten im Main flussabwärts 1.670 Meter schwimmen, um anschließend auf die zunächst flache, im weiteren Verlauf sehr hügelige und an diesem Samstag sehr windanfällige Radstrecke zu gelangen. Sind auch die letzten von insgesamt 40 Radkilometern gemeistert heißt es: so schnell wie möglich in die Laufschuhe wechseln und die beiden Laufrunden á 5 Kilometer am Mainufer zurücklegen. Tückisch bei der abschließenden Disziplin: die Strecke ist gespickt mit Anstiegen an den Brücken oder Treppenstufen kurz vor der Zielgeraden.

Die Neumarkter Starter um den starken Radfahrer Christoph Ostalecki, Routinier Armin Bauer, Liga-Neuling Dominik Daum und dem Langdistanz-Spezialisten Reinhard Zahradnik versuchten allesamt, gleich zum Auftakt die Strömung des Mains zu nutzen, um so eine gute Schwimmzeit zu erreichen. Gleich zu Beginn setzte sich Ostalecki gut in Szene und verließ das kühle Nass als erster Neumarkter, dicht gefolgt von Zahradnik, Daum und Bauer. Beim „heißen Ritt“ durch die unterfränkischen Berge zwang der aufkommende Wind die Athleten auch bergauf in möglichst aerodynamische Position mit dem Ziel, möglichst viel an Watt und Körner zu sparen. Ostalecki konnte trotz eines kleinen Umwegs an einer Weggabelung (Beschilderung war nicht optimal) seine Führungsposition halten, kam eine Minute vor Bauer zum zweiten Wechsel. Zahradnik spielte auf dem Zeitfahrboliden seine Fähigkeiten aus und heizte als dritter Neumarkter über den heißer werdenen Asphalt um den Main. Noch etwas geschwächt von einer Erkrankung kämpfte der vierte Starter Dominik Daum unermüdlich um Anschluss und gab auf der Laufstrecke sprichwörtlich „sein letztes Hemd“.

Angefeuert von weiteren TWin Startern und angereisten Unterstützern aus der Oberpfalz hielt Ostalecki seinen Vorsprung (Gesamtzeit: 02:16:07) von einer Minute vor Bauer (02:17:08), der energetisch nicht optimal versorgt war und nach jedem Cola-Becher greifen musste den die Verpflegungsstationen an der Laufstrecke boten. Zahradnik (02:24:17) konnte seinen Vorsprung vom Rad auf der Laufstrecke knapp vor Daum verteidigen (02:25:29). In der Tageswertung der Liga-Starter kam der T´Win somit auf einen respektablen 6. Rang, in der Endabrechnung der vier Wettkämpfe in Weiden, Forchheim, Hof und Kitzingen steht ein starker 4. Platz zu buche. Angesichts der Ausfälle einzelner Starter, Vereinschef Lukas Gruber musste im Bayernliga-Meister-Team einspringen, ein respketables Ergebnis. Zu erwähnen ist der Einsatz von Ultra-Spezialist Manfred Büttner bei zwei Meisterschaftswettkämpfen und Langdistanz-Ass Bastian Eberwein beim Mannschafts-Wettkampf in Forchheim: die Athleten sprangen kurzfristig ein und überzeugten nicht nur durch ihre bekannten Stärken am Rad, sie zeigten auch unbändigen Kampfgeist im Dienste der Mannschaft. Nach der souveränen Meisterschaft der 1. Mannschaft verbunden mit dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga können nun auch die Vertreter der zweiten Garnitur des „Fischer Automobile TWin Neumarkt“ -Teams zufrieden die Liga-Saisonpause antreten.

Aber nicht nur die Liga-Mannschaft war fleißig in Kitzingen, sondern auch die Twin-„Oldies“ (Goldies). Die Olympische-Distanz stellte nämlich auch gleichzeitig die bayerische Meisterschaft 2022 dar. Und hier gab es mal wieder jede Menge Edelmetall für Neumarkt. Monika Soder holt sich mit großem Abstand in der Altersklasse 55 bei den Damen den Titel. Karin Häußler-Adkins musste sich knapp der Drittplatzierten geschlagen geben und belegte in der gleichen Altersklasse Platz vier. Aufgrund ihrer kurzfristigen Anmeldung ging die Zeit von Petra Stiegler nicht in die Meisterschaftswertung ein. Denn mit ihren 2:27h hätte sie sich hier den Titel sichern können. Nichts anbrennen lies Reinhold Schmidpeter in der Altersklasse 65. Auch er holte sich souverän den Titel des bayerischen Meisters 2022.
Auf der Sprintdistanz gab sich der neuerliche Vielstarter Manfred Büttner erneut die Ehre. Nach 1:07h war das Vergnügen für ihn auch schon wieder beendet. Nach dem abschließenden 5km Lauf musste er sich dann nur einem Konkurrenten in seiner Altersklasse geschlagen geben und holte sich somit den zweiten Platz.

Meister/Aufsteiger/Durchsteiger

Einen passenderen Rahmen hätte es für einen Triumph kaum geben können. Als haushoher Tabellenführer beim Triathlon in der „Nachbarschaft“ in Beilngries angreist, zahlreiche Fans im Gepäck und bestes Triathlonwetter. Doch erst mal von vorne. Auf dem Programm stand zum Abschluss der Bayernliga-Saison ein Teamsprint mit Massenstart und Windschattenfreigabe, was bedeutete, dass sich auf dem Rad Gruppen aus dem ganzen Starterfeld bilden durften. Urpsrünglich waren 750m Schwimmen angedacht, aufgrund einer abgetriebenen Boje verkürzte sich die Strecke aber auf ca. 300m. Anschließend folgte ein anspruchsvoller 21km langer Radparcour und ein 5km Lauf durch Beilngries. Maßgebend für das Ergebnis war die Zeit des dritten Athleten jeder Mannschaft.
Aufgrund der kurzen Schwimmstrecke war die Hektik im Wasser dementsprechend sehr groß, da an der einzigen Boje fast das gesamte Feld zur Wende ansetzte. Am besten kam im Wasser einmal mehr Johannes Loos zurecht. Kurz nach ihm entstieg Daniel Reindl dem Main-Donau-Kanal und wenige Augenblicke danach auch schon Thomas Wittmann. Er feierte am Sonntag nur wenige Wochen nach seiner Operation am gebrochenen Schlüsselbein sein Comeback. Gemeinsam holte das Trio noch vor dem harten Anstieg hinauf zum Hirschberg die erste Gruppe ein und befand sich somit auch schon an der Spitze des Feldes. Marco Benz handelte sich einen Rückstand ein, so dass es rund 45sek hinter dem Trio befand. Auf dem Rad hatte er keine Gruppe erwischt und musste mit einem weiteren Konkurrenten ein Duo bilden um den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Vorne in der Spitzengruppe war das Tempo währenddessen hoch und es wurde richtig Radrennen gefahren. An jedem noch so kleinen Anstieg und nach jeder Kurve wurde mit Antritten versucht die Gruppe zu dezimieren. Vor der rasanten Abfahrt nach Biberbach erwischte es Thomas Wittmann. Jogi Loos und Daniel Reindl warteten auf ihren Teamkollegen und handelten sich dabei einen kleinen Rückstand auf die Führungsgruppe ein. Mit einem äußerst schnellen Wechsel wurde der Rückstand aber umgehend wett gemacht und man war wieder mitten im Geschehen. Marco handelte sich durch die ungünstige Ausgangslage auf dem Rad eine Minute Rückstand ein. Währendessen hatten Loos, Reindl und Wittmann nach kurzer Zeit in die Initiative übernommen und schnappten sich die Führung. Ohne etwas zu riskieren wählten sie ein Sicherheitstempo um den dritten Tagessieg in Folge nach Hause zu bringen und die Anfeuerungen der Windschatten-Fans genießen zu können. Dies ermöglichte es Marco, der wie bereits in Erding und Hof die schnellste Laufzeit des Tages (inkl. Regionalliga) auf die Strecke brannte, kurz vor dem Ziel zum führenden Trio aufzuschließen. Somit durfte das Quartett gemeinsam als erste Mannschaft durchs Ziel laufen und den Triumph auskosten.
Damit gelang aus Liganeuling gleich der nächste Streich. Mit einem zweiten Platz in Weiden, Siegen in Erding, Hof und Beilngries musste man mit 79 von 80 möglichen nur einen einzigen Punkt während der gesamten Saison abgeben und sicherte sich die zweite Meisterschaft und Aufstieg in Folge. Nächstes Jahr darf somit erstmalig eine Mannschaft des Twin-Neumarkt in Bayerns höchster Triathlonliga antreten.
An dieser Stelle darf nicht nur ein Dank an die Unterstützer vor Ort entrichtet werden, sondern auch an den Mannschaftsführer Markus Stark und unseren Fotographen Michi Fuchs. Einen Großteil seines Wochenendes zu opfern, nur um am Streckenrand zu stehen und die organisatorischen Sachen zu erledigen ohne dabei selbst im Rampenlicht zu stehen ist alles nur nicht Selbstverständlich! Vielen Dank für die treuen Dienste in der abgelaufenen Saison!

Aber nicht nur die Ligamannschaft war in Beilngries gefordert. Winterneuzugang Astrid Werner hatte es auf der olympischen Distanz mit einem Damenfeld zu tun, dass sich gewaschen hatte. Über die 1,5km Schwimmen, 38km Radfahren und 10km Laufen belegte sie einen starken fünften Gesamtplatz obwohl vor ihr zwei Profidamen und eine Athletin aus der 1. Bundesliga waren. Den Alterklassensieg konnte sich Astrid souverän sicher und auch ihre Endzeit von 2:18h hätte im Männerfeld beinahe für eine Top10 Platzierung gereicht! Wir sind gespannt was da noch kommt in der Zukunft 😉

Auf der Sprintdistanz war wieder einmal Manfred Büttner im Einsatz. Er lieferte sich einen Altersklassenübergreifenden Schlagabtausch mit Hans Loos (SV Illschwang und ja, Vater von der Maschine Jogi Loos). Obwohl er auf dem Rad und vorallem beim Laufen mächtig Zeit einbüßte, konnte er das Duell für sich entscheiden. Wie er das geschafft hat? Mit den schnellsten Wechselzeiten des Feldes konnte der inoffizielle König der Wechselzonen seinen Vorsprung aus dem Schwimmen ins Ziel retten! Zum Glück darf die Liga-Mannschaft unter seiner Aufsicht regelmäßig die vierte Disziplin üben.

Bayern- und Landesliga in Hof

Wahnsinn was dieses Wochenende für den Twin geboten hatte. Samstag ein großes Aufgebot in Velburg und tags darauf mal wieder Liga-Doppelaction in Hof. Für die Landesliga-Truppe stand eine Sprintdistanz an und für die Bayernliga die einzige Olympische-Distanz des Jahres. Beide Rennen jeweils mit Windschattenverbot und der Neoprenanzug war auch erlaubt (Marco Benz gefällt das!).

Um 9:55Uhr ging es für die Landesliga-Nord rein in den Untreusee und auf ins Getümmel. Für diesen Wettkampf waren an Bord: Armin Bauer, Christoph Ostalecki, der Nimmersatte Manfred Büttner und Michi Fuchs ließ es sich nicht nehmen und sprang als vierter Mann in die Presche um für den Notfall vorzusorgen. Auch wenn er mit Abstand zu den ältesten Startern gehörte kam Manni Büttner dennoch innerhalb der ersten 15 aus dem Wasser. Armin und Christoph „Ossi“ folgten ihm ungefähr innerhalb einer Minute. Auch auf dem Rad ließ Manni nicht locker (natürlich mit vollem Lightweight-Laufradsatz ausgestattet) und behielt seine Position. Armin und Ossi konnten nicht viel Boden gut machen, kamen mit wenig Abstand in die zweite Wechselzone. Auf der Laufstrecke musste Manni endgültig die Jüngeren ziehen lassen. Wurde von seinen Teamkollegen auf dem letzten Kilometer noch überholt und so kam das gewertete Trio mit den Plätzen 19 (Armin), 21 (Ossi) und 25 (Manni) ins Ziel. Michi Fuchs, der aufgrund von Verletzungen und Krankheit kaum zum trainieren kam, wurde dennoch 32.!
Eine Stunde nach der Landesliga fiel für die Bayernliga der Startschuss auf der Olympischen-Distanz. Jogi Loos zeigte erneut, dass er hervorragender Schwimmer ist und verschaffte sich knapp hinter der Spitze gleich eine gute Ausgangsposition. Daniel Reindl verlor 1,5min auf ihn und landete somit ungefähr im vorderen Drittel. Marco Benz hielt dieses Mal den Kontakt zum guten Mittelfeld. Lukas Gruber, als vierter Mann angetreten, war aufgrund seiner nicht ganz perfekten Vorbereitung auf den Wettkampf hinter Marco aus dem Wasser gestiegen.
Auf dem Rad hat sich keiner der Windschattler auf wilde Spiele eingelassen und ließ so manchen Konkurrenten deren irres Tempo fahren. Denn allen war bewusst, dass die Laufstrecke in Hof noch einiges von den Athleten forderte. Jogi behielt dennoch eine Position um Rang 5, Daniel holte eine gute Minute auf und war in der zweiten Wechselzone schon auf Platz 10, auch Marco war nicht mehr weit entfernt und schob sich in diese Richtung. Wie immer mit schnellen Wechseln in die Laufschuhe schlug nun die Stunde der Twinler. „Alle einsteigen, der Express rollt jetzt los!“ Angepeitscht von Mannschaftsführer Markus Stark und dem Rest der Bande am Streckenrand nahmen alle drei das Messer zwischen die Zähne und holten mit gewaltigen Laufleistungen sämtliche Konkurrenten ein. Jogi verpasste, trotz vierminütigem Rückstand nach dem Radfahren, den Gesamtsieg wieder nur um Haaresbreite um 8sek. Da haben nur noch ein paar Meter Strecke gefehlt. Kurz danach beendete Daniel auf Rang 5 die Aufholjagd und gleich danach folgte Marco auf Rang 6, wieder einmal mit der besten Laufzeit des Tages. Luke hatte auf der Radstrecke mit mehreren Wendepunkten bereits etwas abreisen lassen, ließ es sich aber selbst als „Streichergebnis“ nicht nehmen, ebenfalls eine Top Laufzeit auszupacken. Die Tatsache, dass die drei schnellsten Laufzeiten auf das Neumarkter Trio entfielen, zeigt, dass sie sich die Kräfte gut eingeteilt haben und somit auf der anspruchsvollen Laufstrecke so gut performen konnten.
Am Ende des Tages stand der zweite Teamsieg in Folge zu Buche. Als Tabellenführer mit großem Vorsprung auf die ersten Verfolger fährt man am 31. Juli zum Finale nach Beilngries und will dort den ersten Aufstieg in die Regionalliga in der Geschichte des Vereins unter Dach und Fach bringen.
Vielen Dank auch für die mitgereisten Unterstützer und Michi Fuchs in seiner Doppelfunktion als Starter und Fotograf!