Rennsteiglauf mit Windschttenbeteiligung

Thomas Brandl aus Möning war erstmals beim „Ultratrail-Klassiker“, dem Rennsteiglauf über 72,7 KM am Start.
Samstag 17. Mai um 6 Uhr erfolgte bei sonnigen 7 Grad der Startschuss zu Europas grösstem Crosslauf auf dem Marktplatz in Eisenach.
Gänsehaut-Stimmung, als das Feld mit ca. 2.200 Teilnehmern, schunkelnd eingestimmt mit dem Rennsteiglied „….diesen Weg auf den Höh’n bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt habe ich Verlangen, Thüringer Wald nur nach dir….“ auf die Ultralauf-Strecke geschickt wurde.
Von der Wartburg-Stadt ging es direkt in den angrenzenden Thüringer Wald, wo nach 7 KM der berühmte Fernwanderweg Rennsteig erreicht wurde.
Bis zum Erreichen des grossen Inselbergs bei KM 25 ging es fast stetig bergauf, so dass bis dorthin gut die Hälfte der insgesamt knapp 1.500 zu absolvierenden Höhenmeter bewältigt waren.
Auf den Höhenlagen des Thüringer Waldes angekommen, bei ca. 900 Meter NN ging es teils durch Hochnebelfelder immer weiter auf wunderschönen Wald-und Wiesenwegen bergauf und bergab.

Bei KM 62, kurz nach Oberhof wurde der höchste Punkt des Rennens, der grosse Beerberg mit 973 Meter NN ( auch Thüringens höchste Erhebung ) erreicht.
Von dort ging es grösstenteils bergab und die letzten Kraftreserven konnten nun guten Mutes das Ziel bald erreicht zu haben, mobilisiert werden.
Das Wetter spielte weiterhin gut mit, es blieb trocken und zunehmend sonnig bei max. 12 Grad.
Besonders kultig sind die Verpflegungsstände auf dem Rennsteiglauf, wo unter anderem lauwarmer Haferschleim, Schmalzbrot, Thüringer Wurst und auch auf den letzten beiden Verpflegungsständen Köstritzer Schwarzbier gereicht wird.
Nicht zu vergessen ein weiter Klassiker auf diesem Lauf, das Thüringer Vita-Cola. Thüringen ist die wohl einzige Region auf der Welt in der Coca Cola nicht Marktführer ist, 
sondern das regional hergestellte Vita-Cola unangefochten mit gut 40 % Marktanteil Platz 1 belegt.
Vor allem Haferschleim, Schmalzbrote und Vita-Cola haben sich für Brandl als bestens verträgliche Verpflegung herausgestellt, so dass die Kraft bis zum Schluss des Rennens ausreichte um „mit Würde“, also noch laufenden Schrittes, das Ziel im umjubelten Schmiedefeld zu erreichen. Begleitet von Helene Fischers „Atemlos“ aus den Lautsprecherboxen, bekam Brandl nach 7:46 Stunden Laufzeit die Finisher-Medaillie um den Hals gehängt. 
Platz 471 und Altersklassen-Platz 93 in der M40 waren für ihn ein rundum tolles Ergebnis und die Thüringer Bratwurst im Zielbereich die beste Bratwurstsemmel der Welt.
Schier unglaublich erscheint der neue phänomenale Streckenrekord, aufgestellt vom Seriensieger Christian Seiler vom örtlichen Rennsteiglaufverein. 
Mit 4:50 Stunden überquerte er mit deutlichen 50 Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten den Zielstrich und verbesserte zudem seinen bisherigen Rekordlauf um 20 Minuten.
Schnellste Frau war Karin Kern aus Tübingen in 6:16 Stunden. Auch Ski-Langlaufstar Axel Teichmann wechselte die Ausdauersportart, nahm den „langen Kanten“ erstmals in Angriff und lief nach 6: 58 Std. als 144. ins Ziel ein.

Bootcamp in der eh. DDR

Nein, nein. Folgender Text handelt nicht von neuen abhärtenden Trainingsmethoden oder leistungssteigernden Aufputschmitteln. Aber die gewählte Überschrift beschreibt am prägnantesten was letzte Woche ein paar Unwissenden vom TWin widerfahren ist.

Zuerst einmal worum geht es überhaupt – Powerman – POWERMAN?? Nein das ist keine Werbung von Duracell und auch kein neuer Blockbuster aus dem Hause Marvel. Sondern Powerman ist eine Serie von international ausgetragenen Duathlon-Veranstaltungen. Also einem Mehrkampf bestehend aus einer Laufetappe über 16km, einer Radetappe über 64km und anschließend nochmals einer Laufetappe über 8km.
Auf den Wettkampf sind wir durch unseren Vereinkollegen, Michael Plendl, gestoßen, der sich bereits im vergangenen Jahr erfolgreich in einer Zeit von 4:27 dieser Herausforderung gestellt hat. Angespornt von dieser Leistung wollten wir Jungspunde sein Ergebnis natürlich unterbieten, aber dazu später mehr.

Der Powerman – Germany fand in Falkenstein in der Nähe von Plauen, Sachsen, statt und somit mussten wir unsere geliebte Blau-Weiße-Heimat verlassen und ins ehemalige Grenzgebiet vorstoßen. Aber die haben bereits auch schon Autobahnen (eh. DDR-Bürger verzeihen mir meinen sarkastischen Unterton) und so trafen wir bereits nach 2 h Autofahrt in Falkenstein ein.
Etwas verunsichert waren wir durch den Wetterbericht, ein paar Tage vor dem Wettkampf, der Dauerregen und 10 °C meldete. Bei der Ankunft schien das Wetter noch zu halten und so luden wir unsere Räder ab und richteten uns in der Wechselzone häuslich ein.

Marion darf sich nun Deutsche Meisterin im Duathlon nennen.

Zuerst startete unsere Vorständin, Marion Schmidpeter, über die Sprintdistanz. Hierfür musste sie zuerst 5km laufen, anschließend 20 km Rad fahren und zum Schluss nochmals 2,5 km laufen. Gleich zu Beginn des Rennens biss sich Marion im vorderen Feld der Athleten fest und konnte mit einer super Laufleistung und einer Zeit von 25:36 bereits wieder die erste Wechselzone erreichen. In Windeseile schwang sie sich auf ihr Rennrad und absolvierte die 20 km Strecke in einer Zeit von 56:07. Für den abschließenden Lauf benötigte sie lediglich noch 15 Min und konnte somit in einer Gesamtzeit von 1:24:35 finishen.  Eine Besonderheit an der Veranstaltung war, dass dort die Deutschen Meisterschaften im Duathlon ausgetragen wurden. Somit bedeutete die tolle Gesamtzeit von Marion nicht nur den ersten Platz sondern auch noch den Titel „Deutsche Meisterin im Duathlon“.
Im Anschluss an die Sprintdistanz wurde die Langdistanz im Duathlon ausgetragen. Wie bereits erwähnt mussten hierfür 16 km Laufen, 64 km Radfahren und nochmals 8 km Laufen absolviert werden. In den letzten Minuten vor dem Start packte mich eine ungewohnte Nervosität, da starker Regen einsetzte. So kam ich über meine Klamottenwahl ins grübeln: „Warum habe ich bloß keine Regenjacke dabei? Ist Einteiler, Weste und Armlinge außreichen? Ach mist!“ Kurzerhand riss ich mir noch kurz vor dem Start meine lange Radjacke drüber und reihte mich im Startberreich ein. Und grübelte wieder: „Warum hört der Regen nicht auf?“ Keine Zeit, Startschuss, Wettkampf.

Andi auf dem Weg zur Wechselzone
Thomas schnappte sich erst mal eine Banane

Die Laufstrecke führte zuerst durch Falkenstein und anschließend ein steiles Stück bergab in eine Talsenke. Ab hier ging es die nächsten 6 km bis zur Wendemarke nur noch bergauf. Gleich zu beginn schloss ich mich mit Andreas Meier zusammen und wir beschlossen die bergauf-Passage in einem moderaten Tempo anzugehen. Bei Km 4 überholte uns ein Konkurrent mit heftiger Schnapp-Atmung. Na ob das die richtige Wettkampftaktik ist? Egal, es ging weiter bergauf und der Regen hielt auch nicht locker. Angekommen an der Wendemarke stellten wir fest, dass unser drittes Team-Mitglied, Reinhold Schmidpeter, uns in nur 200 m Abstand gefolgt war. Aber nun ging es für 5 km bergab und „Laufen lassen“ war angesagt. Auf den letzten 2 km zog Andi das Tempo nochmals an. Ich lies ihn erst mal laufen und versuchte meinen Puls konstant zu halten.

Reinhold schrieb noch schnell eine SMS

In der Wechselzone angekommen wurde mir das Regenwetter erst richtig bewusst. Meine deponierten Klamotten waren bereits patsch nass und in die Tüte mit den Radschuhen lief es auch schon rein. Aber noch war ich positiv gestimmt. Sogleich schnappte ich mir mein Rad und strampelte durch Falkenstein. Gleich zu Beginn musste eine von zwei „Rampen“ auf der Strecke bezwungen werden, wohl dem der auf ein anderes Ritzel setzte, ich natürlich nicht :). So wurde mir wenigstens schön warm. Bei Km 16 befand sich der erste Wendepunkt und kurz zuvor kam die zweite Rampe, nun aber erst mal bergab. Hier wurde mir das Ausmaß des Dauerregens erst richtig bewusst. Der Rettungswagen überholte uns bereits mit Blaulicht und ein Radler lag in der ersten Abfahrtskurve im Graben und versorgte seine Schürfwunden. Noch fühlte ich mich gut und ließ mich von den Vorfällen nicht verunsichern.

Andi auf zum Radfahren
Auf dem Weg zur zweiten Runde spürte man die Kälte

Am Wendepunkt angekommen schloss ich auf Andi auf und er berichtete mir, dass er bereits mit der Kälte kämpft. Ich überholte ihn und feuerte ihn an noch weiter durch zu halten. Kurz drauf musste er der Kälte und dem Regen Tribut zollen und stieg mit einer Reihe weiterer Radler ab und ließ sich zurück zum Start fahren. Ich fuhr weiter zurück nach Falkenstein und begab mich auf die zweite Runde angefeuert von den wenigen Fans. Mittlerweile war ich komplett durchnässt und nun traf auch mich die Kälte. Selbst die steile Rampe hinauf zu fahren brachte da keine Abhilfe, denn die lange zerrende Abfahrt lies nicht auf sich warten. Nun wurde mir auch langsam bewusst, dass kaum noch Radfahrer auf der Strecke waren. Lediglich Reinhold verfolgte mich noch mit ein paar Mitstreitern im Abstand von knapp fünf Minuten.
Bei der vorletzten Abfahrt kurz vor der letzten Wende war es auch um mich geschehen. Der Fahrtwind entzog mir durch die nasse Kleidung den letzten Funken Restwärme und ich beschloss nach 50 Radkilometern auch auszusteigen. Ein paar Minuten später traf dort Reinhold ein, er schnappte sich einen Becher Kaffee und kämpfte sich den vorletzten Berg hinauf. Auf der Laufstrecke erwischte es auch ihn und auch er brach, geplagt von Kältekrämpfen, den Wettkampf ab.

Reinhold absolvierte als einziger von uns die Radrunde

Im Großen und Ganzen war der Powerman Germany ein sehr gut organisierter Wettkampf, nur leider haben die da oben kein Glück mit dem Wetter. Aber da ich noch in die Riege der Powermänner aufsteigen möchte, habe ich bereits beschlossen nächstes Jahr wieder anzutreten. In diesem Sinne hoffe ich das sich der Sommer endlich durchsetzt und die kommenden Wettkämpfe besser ablaufen werden.

Jetzt gehts dann richtig los…

Die TWinler stehen in den Startlöchern und nun kommen die Wettkämpfe dann Woche für Woche.

Nach dem eingefrorenen Start beim Powerman in Falkenstein (Bergi schreibt einen Artikel sobald er wieder aufgetaut ist) gehts nun in die heiße Phase.
Am ersten Juni starten mehrere Einzelstarter und 2 Staffeln des TWin beim Triathlon Ingolstadt bei dem sich Namen wie Faris Al Sultan oder Jan Raphael die Ehre geben werden.
Schon am Samstag darauf findet der Klassiker in Kallmünz statt. Hier nehmen es Michael Hierl, Thomas Bergmann und Michael Plendl mit der geballten Bauer-Power (Armin, Sebastian, Christian) auf.
Und dann findet Ende Juni die Vereinsmeisterschaft beim legendären Rothseetriathlon statt bei dem Marco „die Gemse“ Benz einen Angriff auf den amtierenden Vereinsmeister Michael „Mr. Hawaii“ Hierl starten will. Die jungen Wilden (Mandy, Ariel „Bergi B“ Bergmann und Phillip Christl) stehen aber schon bereit in den Kampf um die Vereinsmeisterschaft einzugreifen. Möglicherweise hat sich bis dahin auch der Couchjunge Thomas Schmidt von seinem Muskelfaserriß erholt und gibt eine Kostprobe seines Könnens.
Wir dürfen gespannt sein…
Hier schonmal eine Kostprobe der Fitness der Teilnehmer:

(TWin Männer beim Gruppenfoto 🙂 )

Aber nicht nur die TWin Mänenr sind bereit, die Frauenriege ebenso. Hier mal die Startliste für die Vereinsmeisterschaft:

Plendl Michael TWin Neumarkt TM35 D
Grötzner Volker TWin Neumarkt TM45 D
Schmidpeter Reinhold TWin Neumarkt TM55 D
Schmidpeter Marion TWin Neumarkt TW55 D
Christl Philipp TWin Neumarkt TM20 D
Schäfer Bastian TWin Neumarkt TM20 D
Meier Andreas TWin Neumarkt TM20 D
Bergmann Thomas TWin Neumarkt TM25 D
Bauer Sebastian TWin Neumarkt TM30 D
Koppmann Christian TWin Neumarkt TM30 D
Benz Marco TWin Neumarkt TM30 D
Hierl Michael TWin Neumarkt TM35 D
Schäfer Thomas TWin Neumarkt TM45 D
Lieber Thomas TWin Neumarkt TM55 D
Lautenschlager Silke TWin Neumarkt TW25 D
Meyer Vanessa TWin Neumarkt TW25 D
Oelkers Daniela TWin Neumarkt TW35 D
Nerreter Susanne TWin Neumarkt TW35 D
Hackner Gisela TWin Neumarkt TW45 D
Stiegler Petra TWin Neumarkt TW45 D
Bauer Armin TWin Neumarkt TM30 D
Teupert Matthias TWin Neumarkt TM40 D

Sage und schreibe 22 Teilnehmer sind gemeldet davon 7 Frauen. Wir dürfen gespannt sein…

Seltene Tierart in Neumarkt entdeckt

Zum Bedauern musste ich am Wochenende in der Zeitung lesen, dass durch den Klimawandel immer mehr Tierarten in ihrer Existenz bedroht sind. Dieses Problem wurde von den Behörden in Neumarkt erkannt und es wurden in den vergangenen Wochen keine Kosten und Mühen gescheut um seltene Tierarten wieder anzusiedeln.
So konnte man am vergangen Sonntag eine große Rudelbildung der Spezies „Oberpfälzer Drahtesel“ (Latein: „Fixus Windus Radelus“) in Neumarkt antreffen. Leider zieht sich diese Gattung in den Wintermonaten in Höhlen mit hoher Luftfeuchtigkeit zurück und ernährt sich dabei nur von „Beats“. Aber zur Freude der hießigen Tierschützer unterbrachen die ersten Rudel die Winterruhe und versammelten sich an der Hauptschule West zu ersten Revierkämpfen mit offensichtlichem Paarungsverhalten.


Spaß bei Seite. Die Rede ist natürlich von der alljährlichen Rad-Touren-Fahrt Neumarkt (RTF) die von der Radsportabteilung des ASV Neumarkts organisiert wird und die erste Fahrt in Bayern von einer Reihe folgender Veranstaltungen darstellt. An dieser Stelle Danke für die Organisation und Verpflegung durch die Radler vom ASV, die bestimmt auch gerne gefahren wären. Auch wir vom TWin Neumarkt waren trotz der moderaten Wettervorhersagen in großer Zahl dabei.

Der TWin in großer Zahl beim RTF-Neumarkt

Die Veranstaltung bot vier verschiedene Strecken für alle Leistungsgruppen an. Unter anderem die Schnupper-Strecke mit 63km und für alle Geübte und kommende Langdistanzler die Ausdauerstrecke über 113 km und 658 Hm.
Um 9 Uhr hieß es für uns Windschatten-Radler antreten zum gemeinsamen Guppenbild. Kurz darauf begaben wir uns in geschlossener Gruppe und in moderatem Tempo auf die Strecke. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle ist, dass das Hauptaugenmerk einer RTF nicht nur das Radfahren ist, sondern gerade die Verpflegungsstellen einen großen Reiz für uns (immer-) hungrige Triathleten darstellen. So trafen wir auch schon nach ca. 35 km in Waltersberg bei der Ersten ein und konnten unsere Kohlenhydrat-Reserven schnell wieder auffüllen. Anschließend führte die Tour weiter entlang der Ausläufer der Fränkischen Alb in Richtung Dietfurt. Hier machte die Runde einen Knick und führte über Pirkach und Schnuffenhofen wieder zurück zur zweiten Verpflegungsstelle, wieder in Waltersberg. Kurz vor der Verpflegungsstelle musste aber erst noch ein massives Bergstück überwunden werden.

Die Strecke des RTF

Nach kurzer Ratsch- und Mampf-Pause führte uns die Tour weiter nach Mühlhausen. Hier überraschte uns ein gewaltiger Wetterumschwung und so manch einer musste sich an seinem Rad festkrallen. Durchnässt und dreckig fühlten sich unsere beiden Ultra-Langstrecken-Radler „Manni“ Büttner und Gerhard Liebl pudelwohl und taktierten das Feld in zügigen GA2 Tempo. Kurz darauf erreichten wir dann das Ziel nach 113 km wieder bei der Hauptschule West in Woffenbach. Leider war uns das Wetter nicht immer gut gesinnt, aber trotzdem war es eine sehr schöne Ausfahrt mit vielen aktiven Windschattlern.

Insgesamt´658 Hm mussten überwunden werden