Langdistanz Nachklapp

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Challenge Roth

Am 01.07.18 wurde in Roth bereits die 35. Auflage des legendären Langdistanzrennens ausgetragen. Dabei mussten die Athleten zuerst im Main Donau Kanal 3,8 km Schwimmen. Anschließend ging es auf dem Rad von Hilpoltstein durch das Rother Umland (südlichster Punkt war Greding) in zwei Runden zu je 86 km mit einem abschließenden Teilstück nach Roth. Nach ca. 178 km wurde dann das Fahrrad abgestellt bzw. an die fleißigen Helfer übergeben und die Laufschuhe angezogen. Beim abschließenden Marathon mussten die letzten Reserven mobilisiert werden. Angefeuert von den unzähligen Zuschauern an der Strecke geht es dann nach insgesamt ca. 226 km über die Ziellinie im Stadion im Stadtpark von Roth. Neben den Profistartern wie Kienle, Dreitz, Sämmler… gingen in diesem Jahr auch wieder einige Vereinsmitglieder von TWin Neumarkt an den Start.

Um das Fazit von Christoph Ostalecki vorweg zu nehmen. „Die erste LD ist sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Zudem wenn es fast noch vor der Haustüre liegt und man die Unterstützung von vielen Bekannten und Freunden erhält. Nächstes Jahr werde ich keine LD machen allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich 2020 wieder in Roth an den Start gehen werde.“ Beim Schwimmen waren die ersten 100m – 200m für ihn ein ziemliches Chaos, bei dem er ziemlich viele Schläge abbekommen hatte. Nach gefühlt einer halben Stunde erblickte er am Rand die Streckenmarkierung „650m“. Dabei wurde ihm bewusst, dass noch ein schönes Stück Arbeit vor ihm lag. Er bewältigte die restliche Schwimmstrecke jedoch ausgesprochen gut und konnte schon nach 1:08:45 – unter seiner angestrebten Zielzeit von 1:10 h – aus dem Wasser gehen.

Auf das Radfahren freute er sich am meisten. Auch wenn er genau wusste wie lang 180km sein können. Auf der Radstrecke versuchte er die Atmosphäre so gut wie möglich zu genießen. Die ersten 45km, bei denen er das Tempo bewusst niedrig gehalten hatte, gingen ausgesprochen gut. Danach meldete sich sein Magen zum ersten und leider auch nicht zum letzten Mal. Angetrieben von den Gedanken an den berühmten Solarer Berg konnte er die Magenprobleme verdrängen. Nach gut 70km durfte er dann den Solarer Berg erklimmen. Hier wurde er von den Zuschauern förmlich den Berg hinaufgetragen. Ein sicherlich unvergesslicher Moment für ihn und einer der Höhepunkte seines Rennes. Zu Beginn der zweiten Runde meldete sich seine Übelkeit zurück und war ab ca.100 km sein ständiger Begleiter. Ansonsten kam er bis ca. 40 km vor dem Ziel, wo er merkte, dass seine Beine schwer wurden, sehr gut voran. Nach 5:32 h erreichte er die zweite Wechselzone.

Beim Wechseln auf die Laufstrecke verschwanden seine Magenprobleme wieder und auch die Beine fühlten sich wieder relativ frisch an. So konnte er auch die ersten 12 km in einem sehr guten Tempo laufen. Doch währte diese Freude nicht lange, da er ab hier wieder mit Übelkeit zu kämpfen hatte. Bis Kilometer 27 konnte er sein Tempo noch halbwegs durchlaufen, bis ihm der berüchtigte Mann mit dem Hammer über den Weg lief. Da ein DNF keine Option für war quälte er sich die restlichen 15 km und kam nach 4:27 glücklich mit einer Gesamtzeit von 11:17 h ins Ziel.

Für seinen Trainingspartner Steffen Höß lief es leider nicht optimal. Steffen hat sich bei seinem Vorbereitungswettkampf in St. Pölten am Knie verletzt und ging dennoch in Roth an den Start. Mit dem Schwimmpart, welchen er nach 1:20 h beendete, war er sehr zufrieden. Anschließend sollte sich zeigen, ob er – trotz des lädierten Knies – die Langdistanz finishen kann. Die ersten 40 km liefen auf dem Rad noch gut, doch dann machte sich die Knieverletzung wieder bemerkbar und er musste nach 85 km sein Vorhaben beenden. Auf den ersten Blick waren somit 1,5 Jahre Vorbereitung „umsonst“. Doch wer Steffen kennt, der weiß, dass er sich von diesem Rückschlag nicht unterkriegen lässt. Jetzt heißt es für ihn, die Verletzung auszukurieren, Mund abputzen, weiter machen und die offene Rechnung mit Roth zu begleichen. Auf diesem Wege wünscht ihm der Verein alles Gute. Zwischenzeitlich war Steffen auch schon wieder zu Späßen aufgelegt, denn er meinte, dass er ja schließlich vor Sebastian Kienle im Ziel war ;-).

Christian Fenner war mit seiner Zielzeit grundsätzlich voll und ganz zufrieden. Der Aufwand, den er in seine Vorbereitung gesteckt hatte, hat sich wieder mal gelohnt. Die einzelnen Disziplinen betrachtet war er mit seiner Schwimmzeit sehr zufrieden. Da sah er sich im Vorfeld langsamer und fand es umso schöner, dass er letztendlich mit 1:04 Stunden seine drittbeste Schwimmzeit aller Langdistanzen erzielen konnte.

Beim Radfahren hat ihm der Wind leider etwas ausgebremst, so daß er die Fünfstundenmarke knapp verfehlte. Aber auch die Radzeit von 5:05 war für ihn sehr zufriedenstellend.

Dem abschließenden Lauf sah er eigentlich am gelassensten entgegen, da das Lauftraining immer am besten ging. Am Wettkampftag war dies leider nicht der Fall. Er konnte zwar locker loslaufen und fühlte sich sehr wohl. Aber ab KM 24/25 spürte er leichtes Ziehen in den Waden und er musste das Tempo rausnehmen. Zu diesem Zeitpunkt kamen bei ihm wieder die Gedanken aus 2013 auf als ihn Wadenkrämpfe teilweise zum Gehen zwangen. Dieses Jahr konnte er allerdings weiterlaufen und hatte dann auch im Hinblick auf seine Zielzeit alles im Griff. Dabei wurde er von seiner Frau unterstützt, die ihn stetig über seinen aktuellen Stand informierte. Die letzten Kilometer Richtung Ziel waren seines Erachtens aufgrund der ständigen Steigungen sehr hart.

Ziemlich kaputt – wie auf dem Foto zu sehen ist – ging`s dann in die Endversorgung wo es wieder alles, was das Herz begehrt zu essen und zu trinken gab.

Familie Schmidpeter lief nach 12:08 h gemeinsam – überwältigt von den Eindrücken, welche sie über den Tag hinweg gesammelt hatten – über die Ziellinie. Begeistert waren sie auch von unzähligen Helfern und von den Zuschauern, welche auch nach 20 Uhr die Athleten noch anfeuerten. Im Einzelnen fand Reinhold beim Schwimmen optimale Bedingungen vor. Er konnte ohne Behinderungen schwimmen und erreichte nach 1:09 h zufrieden sein Etappenziel. Marion musste auf der Radstrecke gegen starke Winde ankämpfen und verpasste dadurch ihr selbst gestecktes Ziel um 10 Minuten. Nach 6:41 h fuhr sie dann dennoch glücklich in die Wechselzone ein. Beim abschließenden Marathon konnte Yvonne ihre gewünschte Zielzeit – da sie den Lauf zu schnell angegangen ist – ebenfalls nicht erreichen Ihre Freude über den gemeinsamen Zieleinlauf wurde dadurch jedoch in keinster Weise getrübt.

Auch Familie Schäfer war im Ziel sichtlich begeistert von den Eindrücken des Tages. Auch wenn sie über den Tag hinweg einige Höhen und Tiefen erleben mussten. Bei Thomas lief das Schwimmen über die 3,8-Kilometer-Distanz nicht optimal. Zwei Kilometer hatte er bereits durchschwommen, bevor er seine Badekappe verlor. Er musste dann an den Rand des Kanals schwimmen, um sie wieder aufzuziehen. Zu allem Überfluss schnitt er sich bei seinem unfreiwilligen Ausflug ans Kanalufer noch an einem Stein die Füße auf. Doch Langdistanz-Triathleten sind hart im Nehmen und lassen sich von ein wenig blutenden Füßen nicht den Challenge-Traum kaputt machen. Also zog er die Kappe wieder auf, biss die Zähne zusammen und beendete seinen Teil des Wettkampfes nach 1:32 h und übergab den Staffelstab an Basti. Dieser trat kräftig in die Pedale und radelte die geforderten 178 Kilometer in einer Zeit von 6:09h. Er hatte sich eine Zeit um die sechs Stunden vorgenommen, war aber in Hinblick auf den Trainingsstand sehr zufrieden. Für Sabine war der abschließende Lauf beim Challenge ein ganz besonderer, schließlich wurde sie an diesem Tag 52 Jahre alt. Als sie bei Kilometer vier an der TWin-Verpflegungsstation vorbeilief, haben alle „Happy Birthday“ gesungen. Das war für sie ein wunderschöner Gänsehautmoment. Es sollte nicht der einzige gewesen sein, denn der Zieleinlauf mit der Familie war ebenfalls überragend und entschädigte für alle Anstrengung auf der Strecke. Gegen 22.30 Uhr hatten die Schäfers gemeinsam den Challenge nach 13:16:54 Stunden gemeistert.

Unser Mitglied Lukas Gruber wurde kurzfristig zu einem Staffelstart überredet. Bei dieser Staffel sollte er den Marathon-Part übernehmen. Mehr oder minder gut vorbereitet stellte er sich diesem Unterfangen. Bisher war seine Saisonplanung eher auf die Halbdistanz ausgelegt. Doch dank seines treuen Trainingspartners Benjiy (ein Labrador!) war auch die Marathondistanz für ihn kein Problem. Er meisterte sein Marathondebüt souverän in einer starken Zeit von 3:14:55.

Ironman Klagenfurt

Zeitgleich zur Challenge Roth wurde in Klagenfurt die 20. Auflage des Ironman Austria-Kärnten ausgetragen. Diese Veranstaltung zieht mit seiner wunderschönen Triathlon-Landschaft sowie der treuen und begeisterten Zuschauermenge jedes Jahr an die 3.000 Athleten aus über 60 Nationen an. Insbesondere die malerische Landschaft verspricht für die Teilnehmer ein einzigartiges Rennerlebnis. Der durchschnittlich 22° C warme Wörthersee zeigt sich dabei am Renntag Jahr für Jahr von seiner schönsten Seite. Die anschließende Radstrecke ist ebenso schnell wie herausfordernd und hat durchaus Tour de France-Charakter, insbesondere durch die zwei Berganstiege pro Runde. Die Laufstrecke entlang des Seeufers und inmitten der Altstadt machen die 226 Wettkampfkilometer komplett.

Dieser Herausforderung stellten sich auch Vereinskollegen vom TWin Neumarkt.

Jürgen Weiß ging nach einer sehr guten und langen Vorbereitung voll motiviert in das Rennen. Bei der ersten Disziplin lief bei ihm auch alles nach Plan. Nach 1:07:37 konnte er bereits das Wasser verlassen. Schwungvoll ging es anschließend auf die anspruchsvolle Radstrecke. Auch diese konnte er bereits nach 5:38:04 h meistern. Den abschließenden Marathon beendete er nach 5:01:09 h. Dabei war bei ihm ab dem 6. Kilometer die Luft draußen und er konnte den Marathon eher nur noch gehend statt laufend beenden. Da für Jürgen ein DNF keine Option ist, hat er die Zähne zusammengebissen und den Wettkampf zu Ende gebracht. Im Nachhinein ärgerte er sich über seine Laufperformance, da ihm ein 4h-Marathon zu einem der begehrten Hawaii-Slots gereicht hätte. Angetrieben von dem „Beinahe-Hawaii-Slot“ plant er auch schon die Wettkämpfe für das nächste Jahr.

Für Reinhard Zahradnik begann der Renntag bei seinem Heimspiel mit einigen Komplikationen. Er hatte in der Früh seine „special needs“ im Hotel vergessen und somit wurde die unmittelbare Vorbereitung ein wenig hektisch. Ab dem Zeitpunkt war für ihn klar, dass dann eigentlich im Wettkampf selbst nicht mehr viel schief gehen konnte. Das Schwimmen verlief auf Grund des Wellenstarts stressfrei und nach 1:07:52 ging es für ihn auf die 2 x 90km mit dem Rad. Hier konnte er die geplante Wattleistung auf der ersten Runde locker umsetzen. Da seine Laufform in diesem Jahr sehr gut war, nahm er auf der zweiten Radrunde etwas Tempo raus um für den Marathon genug Körner zu haben. Dieser Plan ging letztendlich voll auf, da dieser seine Erwartungen mehr als übertroffen hatte. Mit einer Marathonzeit von 3:41:51 und einer Gesamtzeit von 10:33:07 hatte er sein selbst gestecktes Ziel um knapp 28 Minuten unterboten. Zusammenfassend ist sein Trainingskonzept perfekt aufgegangen und er ist für den betriebenen Aufwand und mit dem damit erreichtem Ergebnis mehr als zufrieden!

Unser Vereinsmitglied Andreas Meier, welcher in dieser Saison wegen der Teilnahme in einer Ligamannschaft (TWin hat in dieser Saison keine gemeldet) für einen anderen Verein startete, ging in Klagenfurt ebenfalls an den Start. Dabei erreichte er das Ziel mit einer Gesamtzeit von 11:12:31h (Schwimmen 01:08:35 Bike: 05:30:02 Lauf: 04:23:05) knapp hinter seinen Erwartungen von Sub11. Auch bei ihm ging auf der Laufstrecke der Sprit aus.

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