Die Milch machts – oder auch nicht

Das schöne an Triathlon ist für uns Sportler, dass es sehr viele verschiedene Einflussfaktoren auf das Ergebnis bei einem Wettkampf gibt. Zum einen natürlich das Material. Dann der Trainingsaufwand, die Gesundheit und und und.

Einer der wichtigsten Faktoren ist die Ernährung. Hier will ich kurz auf eine Komponente der Ernährung eingehen die für uns in Deutschland alltäglich ist. Die Milch.
Milchbauern in Deutschland werden subventioniert und von der Werbung wird dem Verbraucher suggeriert, dass die Milch eine der allerwichtigesten Zutaten einer ausgwogenen Ernährung sei. Slogan wie „Die Milch machts“ sind uns sehr wohl bekannt. 
Genau in diese Kerbe schlagen auch Artikel wie der hier:
Starke Knochen, kein Muskelkater und und und. Die Milch das neue Powergetränk. Fit for Fun sagt sogar Milch läßt Muskeln wachsen.
Super. Ich werde also das ganze Isogetränkezeug rauswerfen und nur noch Milch trinken.
Oder doch nicht?????
Laut einem Eintrag im Internetportal Zentrum der Gesundheit ist Milch schädlich für den menschlichen Körper.
Ein Zitat:
Milch und die daraus hergestellte Produkte (Joghurt, Käse, Sahne etc.) schaden dem menschlichen Organismus und damit der Gesundheit. Die Milchindustrie hat ein sehr großes Interesse daran, Informationen zu streuen, die auf ein gesundes Produkt – besonders Mineralstoffe – schließen lassen. Milch kann Mineralstoffmangel nicht aufheben! Im Gegenteil: Milch führt zu einer Übersäuerung des Körpers.
 
Oha. Was jetzt? 
Laut einem weiteren Artikel 
wird sogar vermutet dass eine Laktoseintoleranz sowie bestimmte Arten von Diabetes auf einen hohen Konsum von Milch und Milchprodukten zurückzuführen sind.

Wer einmal im Internet recherchiert findet sehr viele Artikel Pro Milch und sehr viele Artikel gegen den Verzehr von Milch. Und was macht jetzt der geneigte Triathlet der seine Leistung steigern will? Hier wird es schwierig. Ein guter Indikator ist aber immer die Frage: „Was machen die Sportprofis?“
Hier ist faszinierend zu sehen, dass besonders im Ultrasportbereich sehr viele auf Milchprodukte (und sogar auf Fleisch verzichten). Zum Beispiel Scott Jurek ein amerikanischer Ultramarathonläufer oder der Ironman Profi Brendan Brazier. Hier weitere Beispiele:
Laut diesem Artikel ist es „Expertenmeinung“, dass Milchprodukte und Fleisch die Leistung nicht fördern sondern schmälern. 
Auch ein schöner Blog diesbezüglich zum lesen und sich selbst eine Meinung bilden: Link
Fazit: Für mich gibt es ganz klar 2 Lager, die Milchbefürworter (unter anderem wird diese stark durch die Werbung beeinflusst) und die immer größer werdende Gruppe der Personen die auf Milchprodukte (und sogar Fleischprodukte) verzichten.
Fakt ist, dass ein Verzicht auf Milchprodukte erhöhte Kosten beim Einkauf nach sich zieht. Milch ist nunmal das billigste Produkt. Z.b. ein Milchersatz auf Sojabasis kann bis um 150% teurer sein. Ob jemand auf Milchprodukte verzichten will oder nicht bleibt natürlich jedem selbst überlassen. 
Trotzdem würde ich jedem raten einfach mal den Versuch zu machen. Ich selbst habe den Konsum von Milchprodukten drastisch reduziert und kann keinerlei Nachteile feststellen. Zugegebenermaßen spüre ich noch keine großen Vorteile. Ich werde das Experiment aber auf jeden Fall weitertreiben. Wenn meine Finisherzeiten nächstes Jahr schneller werden liegt das vielleicht auch am Verzicht auf Milch.
Wie ist eure Meinung/Erfahrung hierzu? Nutzt doch bitte die Kommentarfunktion und teilt mir diese mit.

5 Gedanken zu “Die Milch machts – oder auch nicht

  1. Ganz einfach dervergleich ist ganz schnell erklärt. Soja wird nicht als lebenstmittel im Handel mit dem üblichen Steuersatz für Lebensmittel zum Verkauf angeboten. Das ist eigentlich Beweis genug. Das Argument wo es angebaut wird ist schlecht. Weil wenn ich so anschaue das Landwirte für Tierfutter das soja ebenfalls importieren Naja. Warum werden auf unserem Planeten Wälder abgerodet? Das Futter für Tierzucht angebaut wird…. Genveränderte pflanzen. Den Grund lasse ich mir ganz grob betrachtet als Argument noch eingehen…

    Aber alles andere ??? Höchst fraglich….

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  2. Naja in erster Linie muss das jeder für sich selbst ausmachen. Vor allem wenn man Magenprobleme oder ähnliches hat, kann der Verzicht schon was bringen.

    Aber den Vergleich zu ziehen warum die Preise für Sojaprodukte und Milchprodukte auseinandergehen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Erste Frage, wo wird den Soja angebaut? Beim Bauern um die Ecke konnte ich es noch nicht entdecken.
    Zweite Frage, ist euch klar das Soja zu 95% von genveränderten Pflanzen stammt?

    Aber wie gesagt, dass muss jeder für sich wissen, aber ich könnte mich nicht mal an den Geschmack gewöhnen. Mich stört nur wie unsere Lebensmittel mit Verfahren wie Ultrahocherhitzen länger haltbar gemacht werden (um den Preis zu senken) und das Endprodukt immer mehr vom natürlichen Produkt abweicht. Aber den meisten fällt sowas schon gar nicht mehr auf, da sie nicht wissen wie „Frischmilch“ vom Bauern schmeckt.

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  3. Ich verzichte seit August auf Milch und Milchprodukte da ich große Verdauungsprobleme (übelkeit)damit hatte…. Seitdem ist alles wieder in Ordnung. Mein Fazit aus der ganzen Sache ,Soja ist teuerer da die Industrie verhindert das die Preise gleich hoch wie bei Milch sind um einen Preisvorteil zu haben um somit das überlegen auf Milch zu verzichten schon vielen zu nehmen.Ich lebe seitdem ohne und mir geht es auch gut….. Fleisch ist das nächste womit ich mich beschäftigen werde (wie viel,u d ob überhaupt usw…). Thomas hat allerdings auch recht man soll sein Leben schon no h genießen, was ich bei mir ohne Milch jetzt besser kann….

    Ich sag nur jedem das seine , alles kann nichts muss…. 🙂

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  4. Über diese Diskussion bin ich auch schon des Öfteren gestolpert. Jedoch seh ich in der Argumantions- bzw Diskussionkette ein großes Problem: und zwar weil hier nicht unterschieden wird zwischen Milch in ihrer ursprünglichen, natürlichen Form wie du sie nur vom Bauern direkt bekommst und Milch, bzw das was man im Tetrapack als Milch bezeichnet (1,5% Fett, ultrahocherhitzt) und letztlich wohl nicht mehr viel mit der eigtl Milch zu tun hat.
    Interessant auch, bin in der medizinischen Fachliteratur erst krüzlich über eine Studie gestolpert die propagierte, dass der tgl Konsum von einem Glas Milch bereits zu einem signifikant höhrem Auftreten von Bauchspeicheldrüsen-, Gallengangs- und Dickdarmkrebs führt. Jedoch auch in dieser Studie fand sich keine Unterscheidung von „richtiger“ Milch, direkt vom Euter, welche ja primär zur (Auf)zucht von Jungtieren dient und damit wohl in erster Linie daruaf abzielt Wachstum zu induzieren, und diesem „weißen Wasser“ (wie es mein Opa nennt) welches wir im Supermarkt kaufen.

    Letztlich bleibt also alles Spekulation und dem eigenen Ermessen und Beobachtungen überlassen, wie er oder sie selbst auf den Kosnum von Milch reagiert.

    Ich persönlich finde alles außer die Soja Schokomilch ekelhaft…auch Sojamilch fürn Kaffee schmeckt mir garnicht. Und hier zitiere ich immer wieder gern Dr. Rüdiger Dahlke:“ Was bringt es Ihnen wenn Sie ein Leben lang, schlecht gelaunt auf dieses oder jenes das Ihnen persönlich schmeckt und der Seele gut tu verzichten? Letztlich aber in städniger, schlechter Laune deswegen „leben“ ?! – lieber mit Genuss auch mal sündigen.“

    Schließlich geht es doch nicht darum dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben 🙂

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  5. Die Informationen über die Milch sind insbesondere für mich nix neues! Inzwischen gönne ich mir für meinen Kaffee wieder Milch, Esse auch wieder Käse und verwende Sahne. Aber, nur wenig. Die Angst wieder Probleme wie z. B. Morbus Basedow zu bekommen, Hautausschläge oder gar verklebte Darmzotten ist viel zu groß. Warum gibt es denn schon in Ländern wie Finnland seid über 15Jahren bereits Laktosefreie Produkte? Warum kosten andere Produkte wie Sojamilch, Ziegenmilch etc. mehr? Wenn man auf jeden Cent überlegen muß was man sich da kauft ist es ja auch kein Wunder dass es immer mehr kranke Menschen v.a. in Deutschland gibt.

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