Motocross-Trailpark in Heideck

Am 18.01.2020 besuchten die Moutainbike-Kids den Motocross-Trailpark in Heideck. Dank der freundlichen Genehmigung des Park-Betreibers verbrachten die Jungs dort einen tollen Nachmittag. Die Hindernisse vor Ort waren durchweg super und stellten die Jungs vor neue Herausforderungen – es stand Techniktraining pur auf dem Programm.

Nach dem Sport konnten sich die Jungs mit kurzkettigen Kohlehydraten (Krapfen) stärken, bevor der Heimweg angetreten wurde. Alle Teilnehmer sind sich darin einig, dass dieser Tag nach Wiederholung schreit.

Windschatten Triathlet beim Wüstenrennen in Namibia

Das härteste Mountainbike-Rennen der Welt findet in Namibia statt, es ist das „desert dash“, übersetzt etwa „Wüstenhetze“.

Es führt über eine Distanz von 373 Kilometern. Gestartet wird in Windhuk, das Ziel ist Swakopmund, eine 1885 gegründete Kleinstadt an der Südatlantikküste. Die Strecke verläuft über das Khomasgebirge mit über 2000 Meter hohen Bergen, durch die Namibwüste mit ihren endlosen Dünen, bis zur sturmgepeitschten Atlantikküste.

Das Rennen wird um 15:00 in einer Tiefgarage eines Einkaufszentrums in Windhuk gestartet und muß in 24 Stunden mit der Zielankunft in Swakopmund, beendet werden. Die besonderen Herausforderungen dieses Rennen bestehen zum einen in den extremen Temperaturen, bis zu 40 Grad beim Start und Nachttemperaturen im einstelligen Bereich. Deshalb wird die Wartezeit bis zum Start in einer kühlen Tiefgarage überbrückt.

Zum anderen gilt die Streckenbeschaffenheit und das Höhenprofil als extrem herausfordernd. Etwa 3500 Aufstiegsmeter und ca 5000 Abstiegskilometer sind zu bewältigen. Breite Sandpisten, steinige Passagen, kilometerlange tiefe Sandstrecken, ausgetrocknete Flusstäler und Rüttelpisten lassen dem Sportler keine Ruhepause. Vollste Konzentration ist erforderlich. Die Strecke gilt als extrem gefährlich für Mensch und Technik.

Eine sehr gute Kondition, intensive Vorbereitung, Erfahrung und Leidensfähigkeit sind Voraussetzungen um dieses Rennen erfolgreich zu bestehen.

Auch beim Material ist genaueste Vorbereitung gefragt: Neue Reifen, gute Beleuchtung mit einem für bis zu 8 Stunden haltenden Akku ist wie eine Lebensversicherung und eine zusätzliche Sicherung aller Anbauteile am Rad, mit Kabelbindern und Klebeband sind Pflicht.

Auch für den Pannenfall sind alle Eventualitäten durchzuspielen und Werkzeuge und Ersatzteile müssen mitgeführt werden. Reifenpannen sind sehr häufig, Reifenflicken zuhause im warmen Keller ist eine Sache, die gleiche Aktion in tiefster Nacht im Wüstensand, eine andere.

Das Rennen kann sowohl als Einzelstarter, als Zweier- oder auch als Viererteam durchgeführt werden. Hilfestellung auf der Piste gibt es nicht, man ist auf sich allein gestellt.

Sechs Abschnitte zu jeweils etwa 70 Kilometern sind zu absolvieren, an den Kontrollpunkten wird man verpfleget, das Rad wird von Staub und Dreck grob befreit und die Kette wird gesäubert und neu geölt.

Zwischen diesen Versorgungsstationen gibt es jeweils eine Wasserstation. Dieses Jahr fand das Rennen am Nikolaustag statt, über eintausend Teilneher waren gemeldet, darunter der Windschatten Triathlet Wolfgang Schumacher.

Für Schumacher war dies eine Start ins Ungewisse, 180 Kilometer im Rahmen eines Triathlons auf der Straße sind eine Sache, 373 Kilomether unter schwierigsten technischen und klimatischen Verhältnissen eine andere. Der Start im Zweierteam schien da schon eher machbar, 240 Kilometer und rund 3000 Höhenmeter, das war vorstellbar!

In den letzten drei Monaten hatte der Triathlet 3500 Trainingskilometer mit dem Mountainbike absolviert und dabei über 210 Stunden investiert. Dabei erwies sich der Standort Neumarkt wieder einmal als perfekter Standort: Wurzelpassagen auf der Zeugenbergrunde, steile Anstiege am Dillberg, lange ruhige Abschnitte am Kanal, Techniktraining auf dem Bikepart in Etzelsdorf und viele sandige Strecken. Einzig die zu erwarteten Temperaturen konnten nicht simuliert werden.

Normalerweise liegen die Mittagstemperatuen im Dezember in Windhuk bei etwa 35 Grad, doch in diesem Jahr war alles anders, srömender Regen und angenehme 22 Grad erwarteten die Teilnehmer beim Start um 15:00.

Zusammen mit den mehr als eintausend anderen Teilnehmern ging es kurz nach dem Start, über 600 Höhenmeter den berüchtigten „Kupferbergpass“ hinauf, auf über 2000 Meter Passhöhe. Die Höhe und die doch ungewohnten Witterungsverhältnisse trieben den Puls an die Belastungsgrenze, Geschwindigkeit reduzieren, nur nicht überzocken! Nach gut 2 Stunden und 32 Kilometern, war der erste Kontrollpunkt erreicht und Schumacher mußte jetzt die folgenden beiden Abschnitte über 150 Kilometer alleine bewältigen.

Die nächsten Stunden ging es über das Kohmas-Hochland, der Regen ließ nach, die Temperaturen stiegen aber auch der Westwind wurde erwartungsgemäß immer stärker. Der starke Gegenwind wurde in Verbindung mit dem Staub zur Qual. Wenn dann auch noch eines der Begleitfahrzeuge vorbeifuhr, ging die Sichtweite auf gerade einmal 10 Meter zurück. Staub und Hitze erforderten ständige Flüssigkeitsaufnahme und Schumacher mußte jetzt draufdrücken. Ziel war es, den gefährlichen „US-Pass“ noch im Tageslicht zu bewältigen. Der Pass führt vom Khomas-Hochland 1200 Meter in scharfen Kurven und starkem Gefälle, hinab in den Canyon des Kuiseb-Flusses. Der Kuiseb ist der größte Trockfluß von Namibia, nur etwa alle 10 Jahre erreicht er nach sehr starken Regenfällen jedoch den Atlantik.

Der Übergang vom Tag in die Nacht ist in diesen Breitengraden extrem kurz und und Schumacher mußte die letzten Kilometer bis zum zweiten Kontrollpunkt bereits mit Licht zurücklegen. Endlich um kurz vor 21:00, nach nunmehr 100 Kilometern war der 2. Kontrollpunkt erreicht. Wasser auffüllen, schnell etwas essen, das Rad versorgen lassen und schnell weiter.

Der folgende Abschnitt gilt als der schwierigste. Steile kurze Anstiege und gefährliche Abfahrten, hinein in ausgetrocknete Flussbetten, über Steine und durch tiefen Sand und immer wieder steile Rampen hoch. Das alles im begrenzten Licht der Fahrradlampe. Dieser Abschnitt war extrem zäh, ein Kilometer fühlte sich an wie zehn zuhause! Auf einer dieser unzähligen Abfahrten mußte Schumacher auch die gefährlichste Situation des Rennens überstehen. Wieder einmal ging es steil bergab, doch plötzlich war alles anders als bisher, es wurde schwarz im Scheinwerferlicht! Ein tiefes Wasserloch bremste brutal die Fahrt, das Adrenalin schoß in den Körper und nur mit viel Glück konnte er einen Sturz verhindern. Keinen Hinweis hatte es vorher gegeben, man war in der Wüste und auf sich allein gestellt!

Das ständige auf und ab, die Rüttelpisten, die Dunkelheit und die stehts volle Konzentration machten sich zunehmend körperlich bemerkbar. Handgelenke, Rücken, Hintern, Genick, der ganze Körper schmerzte zunehmend und die Strecke wollte kein ende nehmen. Warum tut man sich so etwas an? Hinter jeder Kuppe hoffte man auf den nächsten Kontrollpunkt.

Um 02:00 nach 11 Stunden und 190 Kilometern endlich da, eine Stunde früher als geplant, ein gewisses Polster für den Partner der jetzt die nächsten beiden Abschnitte fahren durfte.

Für Schumacher ging es im Begleitfahrzeug zum Kontrollpunkt 5weiter, hier sollte der Partner bis 10:00 ankommen. Bis dahin an war Erholung angesagt.

Während des ganzen Rennens gibt es keinerlei Kommunikationsverbindungen, man hat keine Information wo sich ein Fahrer befindet und so warteten am Kontrollpunkt 5 die Fahrer der Zweier- und Vierteams auf ihre Partner um die letzte Etappe gemeinsam zu fahren.

 Die geplante Ankunftszeit von Schumachers Partner war längst verstrichen, die Zeit lief davon und um überhaupt das Rennen noch beenden zu können, mußte Schumacher allein auf die letzen 50 Kilometer Wüstenstrecke gehen. Es war jetzt kurz vor 12:00, extrem heiß und der Gegenwind fühlte sich an wie ein Warmluftgebläse. Dieser Streckenabschnitt führte durch die „Namib-Wüste“, die älteste Wüste der Welt! Tiefer Sand und nochmals 500 Höhenmeter galt es zu durchleiden. Müdigkeit, körperliche Überanstrengung und nachlassende Konzentration mündeten in zum Glück folgenlosen Stürzen, in den heißen Sand. Bereits an den kleinsten Anstiegen sah man die Teams jetzt gemeinasam schieben. Die Wüste wollte kein Ende nehmen!

Doch denn endlich völlig unverhofft, nach 24 Stunden, davon über 14 Stunden und 240 Kilometern im Sattel, die Atlantikküste! In solchen Momenten sind alle Qualen vergessen.

Es war geschafft, die Quälerei war zu ende. Für den Windschatten-Triatheten, mit Abstand das härteste, was er je gemacht hat.

Ironman Italy

Am Mittwoch den 18.09. fuhr Michael Kropp gemeinsam mit seiner Frau Richtung Cervia in der Emilia Romagna. Da sie die 800 km lange Strecke nicht in einem Rutsch fahren wollten, machten sie auf dem Hinweg einen Zwischenstopp in Trient und auf dem Rückweg in Kastelruth.

In Trient wurde zur Lockerung der Muskulatur noch ein letzter lockerer Lauf absolviert und das obligatorische Carboloading beim Italiener durchgeführt.

Am 19.09. hieß es nach der Ankunft in Cervia noch kurz die Beine mit einer kleinen Radeinheit aufzulockern. Hierzu wurden die ersten 20 km der Radstrecke getestet. Hier wurde schon offensichtlich, dass der Straßenbelag teilweise sehr holprig ist. Die Spannung auf die Qualität der restlichen ~70 Streckenkilometer wuchs. Die Wettkampfbesprechung verlief wenig überraschend. Die Besonderheit der Veranstaltung blieb jedoch in Erinnerung. Der Moderator wies darauf hin, dass es sich aufgrund der Länge der Wechselzone (1,1 km) bei dem Wettkampf um einen „Swim – Run – Bike – Run – Run“ Wettbewerb handele 😉

Für den 20.9. war noch eine kurze Schwimmeinheit geplant. Diese musste jedoch wegen hohen Wellengangs und das daraus resultierende Badeverbot, ausfallen. So stand also an diesem Tag nur noch Carboloading und Bike-Checkin auf dem Plan.

Dann war der große Tag auch schon da. Um 4:40 Uhr klingelte der Wecker und auf ging es zum Frühstück. Da im Hotel auch noch andere Triathleten wohnten, gab es als besonderen Service das Frühstück bereits zu dieser frühen Uhrzeit.

Das Meer zeigte sich an diesem Morgen zwar etwas ruhiger als am Vortag, aber immer noch unruhig. Der Startschuss für Michael und die anderen Agegrouper fiel um 7:45 Uhr. Mittels Rolling-Start wurden alle 8 Sekunden 6 Athleten ins Rennen geschickt. Um 7:48 Uhr war es dann auch für Michael soweit. Er kam gut ins Schwimmen und konnte ohne großes Gerangel sein Tempo schwimmen. Nach ca. 2500m machte ihm jedoch der Wellengang so sehr zu schaffen, dass er unfreiwillig die Fische füttern musste. Danach drosselte er etwas sein Tempo und konnte nach 1:05:41 das Wasser verlassen.

Michael nutzte den langen Weg in der Wechselzone auch dazu, seinen Magen zu beruhigen. Deshalb saß er auch erst nach 7:23 Minuten im Sattel.

Ab diesem Zeitpunkt konnte es ja nur noch besser werden. Die ersten Kilometer verliefen auch sehr gut. Ab ca. 10 Kilometer hat sich jedoch der Sattel gelöst. Dieser ragte plötzlich mit der Spitze nach unten. Mittels Gewichtsverlagerung auf den hinteren Sattelbereich hat Michael ihn wieder in die Waagerechte gebracht. Da diese Prozedur bei jeder größeren Bodenunebenheit notwendig war, war der Sattel dann nach ca. 40 km vollständig locker. Daher musste ein Boxenstopp eingelegt werden, um den Sattel zu fixieren. Dieser Boxenstopp kostete Michael 6 Minuten und es dauerte auch noch ein paar Kilometer bis er seinen Rhythmus wieder gefunden hatte. Jedoch war der Sattel schon bald wieder locker und die Nase neigte sich wieder nach unten. Michael entschied sich dazu, in dieser Position das Rennen zu Ende zu fahren. Insgesamt war die Strecke, welche im Vergleich zum Vorjahr leicht modifiziert wurde, wenig anspruchsvoll. Auf ~181 km mussten lediglich 840 Höhenmeter überwunden werden. Michael beendete den Radpart schließlich nach 5:08:18.

Die zweite Wechselzone (ca. 800m) konnte Michael bereits nach 3:56 Minuten verlassen.

Beim abschließenden Marathon mussten auf 4 Runden noch 42 km auf meist guten Wegen absolviert werden. Auf der gesamten Strecke waren zahlreiche Zuschauer, welche die Athleten super anfeuerten. Die Strecke war auch teilweise schattig und hatte nur knapp 70 Höhenmeter. Zu Beginn lief es für Michael auch sehr gut. Die Durchgangszeit beim Halbmarathon lag bei 1:38:56. Doch dann machte sich plötzlich die veränderte Sitzposition beim Radfahren bemerkbar. Die Leistengegend begann zu krampfen und Michael musste sein Tempo drosseln. So konnte er den Marathon erst nach 3:42:36 beenden.

In seiner Altersklasse belegte er mit dieser Leistung den 71. von ca. 500 Startern. In der Gesamtwertung belegte er von ~3000 Teilnehmern den 395. Platz.

Das Rennen hat ihm sehr gut gefallen. Auf der Radstrecke ist man zwar sehr einsam aber der abschließende Lauf ist echt sehr schön.

Gemeinsames Kinder-/Jugendtraining

Am letzten Oktoberwochenende trafen sich bei bestem Wetter die Vereine Twin Neumarkt, SV Postbauer und das Bike-Team Regensburg zum gemeinsamen Mountainbike-Stützpunkttraining am „Jura Flow“ in Eichstädt.

Insgesamt nahmen 23 Kinder teil, welche in drei Gruppen eingeteilt wurden, wodurch ein leistungsorientiertes Training möglich war. Während die Jüngsten an ihrer Kurven- und Stufentechnik arbeiteten, nahmen die älteren die Sprünge in Angriff.

Nachdem das Training beendet war ging’s für die SV Postbauer und Twin-Kids in die Jugendherberge zum verdienten Abendessen.

Am zweiten Trainingslagertag klingelte um 6:50 Uhr der Wecker. Dem „Weckerklingeln“ folgte zum Wachwerden eine zwanzigminütige Laufeinheit.

Nach dem Frühstück und anschließenden Zimmerräumen und -reinigen ging es bis Mittag nochmals zum Freien Training auf die absolut hervorragend präparierte Mountainbike-Bahn.

Nach einem Zwischenstopp beim Schachtel-Wirt kamen wieder alle wohlbehalten zu Hause an.

Jura Cup mit Manfred Büttner

Das letzte von 6 Rennen ist geschafft. Das Bayernliga-Rennen mit 6 Runden war technisch sehr anspruchsvoll, aber ein dennoch ein toller abwechslungsreicher Kurs. Mit über 200 Startern war dieses Rennen auch sehr beliebt.

Manfred konnte noch von Platz 9 auf Platz 8 gesamt (von 55 Startern) vorrücken und seine Führung in der AK50 ausbauen.

Challenge Almere – Kampf gegen die Windmühlen

… so kam es Volker Grötzner, dem langjährigen Ausdauerathleten des TWin Neumarkt aus Möning vor, als er am Samstag, den 14.09. auf der Radstrecke der diesjährigen ETU Challenge Europameisterschaft im Langdistanztriathlon in Amsterdam unterwegs war.

Dort hiess es für ihn um 07:45 Uhr bei 10 Grad Außentemperatur und 18,1 Grad im Wasser den Schwimmstart mit 1.500 weiteren Athleten über die Strecke von 3,8 km anzugehen.

Nach der Wechselzone ging es aufs Rad und damit auf zwei Radrunden zu je 90 km. Die Radrunden führten die Athleten größtenteils über Dämme, von wo aus sie mit einem überwältigenden Blick auf das danebenliegende Eiselmeer belohnt wurden. „Es ist vergleichbar mit der alten Laufstrecke am Kanal in Roth – man hat das Gefühl ab der 2ten Runde, der Damm nimmt niemals mehr ein Ende.“ beschrieb der inzwischen 50jährige die Radstrecke. Vor allem, weil der Wind immer stärker blies und unzählige Windräder ihre Arbeit entlang der Strecke verrichten.

Dort lässt man dann schon einige Körner liegen, bevor man auf die Laufstrecke nach der zweiten Wechselzone geht. Diese bestand aus einem 6maligen Rundkurs a 7 km um den zu Beginn durchschwommenen See herum, wobei man somit 5 Mal pikanterweise am Zielbogen vorbeilaufen musste.

Volker teilte sich die Gesamtstrecke gut ein und finishte die Challenge bei durchgängigem Sonnenschein mit 11:30:24 Std als gesamt 434er und 45er seiner Altersklasse.