Die letzten Züge der Langdistanz-Vorbereitung

Ein Blick auf den Kalender verrät, dass die Saisonhöhepunkte vor der Tür stehen. Daher ist es jetzt an der Zeit, die Vorbereitung Revue passieren zu lassen und ein Fazit zur Vorbereitung zu ziehen. Über Monate hinweg wurde von unseren Athleten das Pflänzchen mit der Bezeichnung „Form“ gehegt, gepflegt und mit unzähligen Schwimm-, Rad- und Laufkilometern gedüngt. Jetzt heißt es demnächst die Ernte hierfür einzufahren. Bei den Hauptwettkämpfen wird sich zeigen, ob die Dosierung des Trainings optimal war. Bisher haben unsere Athleten gemeinsam so viele Kilometer in den Trainingseinheiten abgespult, dass man damit fast einmal um die Welt kommen würde. Nachfolgend die einzelnen Einschätzungen unserer Langdistanzler.

Challenge Roth

Die Vorbereitung verlief bei Steffen Höß und Christoph Ostalecki überragend. Im März war Steffen kurz in einem Motivationstief, aus welchem er jedoch durch die ersten Wettkämpfe und die gegenseitige Motivation durch seinen Trainingspartner Christoph schnell wieder herauskam. Mit den Ergebnissen der Vorbereitungswettkämpfe waren beide auch sehr zufrieden, so dass sie positiv gestimmt in Richtung Saisonhöhepunkt in Roth blicken. Diese positiven Ergebnisse sorgten immer auch für zusätzliche Motivation für die verbleibende Vorbereitung. Christoph konnte in St. Pölten seine bisherige Bestzeit um 25 Minuten verbessern, was ihm dadurch signalisierte, dass er sein Training richtig gestaltete. Durchschnittlich trainierten die beiden Athleten ca. 13 Stunden wöchentlich. Hinzu kam noch ein Radtrainingslager auf Zypern. Steffen und Christoph haben sich als Primärziel für Roth natürlich erst einmal „ankommen“ gesetzt. Wenn alles gut läuft, würden sie gerne unter 11 Stunden finishen. Bei Steffen bleibt abzuwarten, wie sehr ihn dabei seine Verletzung, welche er sich jedoch beim Wettkampf in St. Pölten zugezogen hatte, hindern wird. Sein größter Wunsch ist – neben dem Finish –  nicht blau lackiert ins Rennen gehen zu müssen ;-).

Christian Fenner blickt auf eine gute Vorbereitung zurück. Er konnte ohne größere Zwischenfälle trainieren und tat dies wöchentlich zwischen 15 und 20 Stunden. Seine Vorbereitungswettkämpfe in Kallmünz und am Rothsee verliefen auch sehr gut und mit zufriedenstellenden Ergebnissen. Für seine „Abschlusslangdistanz“ peilt er eine Zielzeit von unter 10 Stunden an.

Rückblickend verlief die Vorbereitung bei Familie Schmidpeter bei allen drei Athleten ebenfalls relativ gut. Reinhold (Schwimmen) ist derzeit in Topform und möchte seine bisherige Schwimmbestzeit verbessern. Marion hat seit Oktober 7.000 Radkilometer gesammelt und ist guter Dinge, dass sie in Roth eine gute Radperformance abliefern kann. Bei Yvonne lief die Vorbereitung aufgrund der Betreuung zweier Kinder nicht ganz optimal. Die letzten 10 Wochen trainiert sie jedoch nach einem Marathon-Trainingsplan (Zielzeit 3:45h), welchen sie auch durchgängig durchziehen konnte. Familie Schmidpeter peilt eine Zielzeit von 11:30 h an.

Die Vorbereitung der Familie Schäfer verlief bei den Teilnehmern unterschiedlich. Thomas, welcher den Schwimm-Part übernehmen wird und Basti, welcher sich dem Vergnügen der 180 Radkilometer stellen wird, kamen gut zurecht. Bei Sabine, die für den Marathon trainierte, lief die Vorbereitung aus Zeitmangel nicht optimal. Ihr käme es entgegen, wenn der Wettkampf vier Wochen später stattfinden würde. Familie Schäfer ist jedoch guter Dinge, dass sie das Ziel erreichen werden. Im Optimalfall möchten sie das Ziel in einer Zeit unter 9h (+/- 5h) erreichen.

Ironman Klagenfurt

Die Vorbereitung von Jürgen Weiss verlief ohne Krankheit und Ausfälle top. Auch hatte er während der langen Vorbereitungszeit keine Probleme mit der Motivation. Seine Vorbereitungswettkämpfe verliefen ebenfalls solide – ohne Schwächen. Jedoch hapert es, nach seiner Einschätzung, ein wenig an der Schnelligkeit. Ob er seinen Traum vom Finish unter 10h verwirklichen kann, bleibt abzuwarten.

Reinhard Zahradnik ist mit seiner Vorbereitung – bis auf die Entwicklung seiner Schwimmperformance – sehr zufrieden. Das Training verlief sehr strukturiert und planmäßig und hatte mit einer 310 KM langen Charity-Fahrt seinen Höhepunkt. Der Erlös der Veranstaltung ging zu Gunsten von Familien mit schwerkranken Kindern. Die Vorbereitungswettkämpfe endeten für ihn ebenfalls zufriedenstellend. Seine bisherige Bestzeit auf der Halbdistanz konnte er in St. Pölten um 15 Minuten verbessern. Hier war er insbesondere mit der Halbmarathonzeit sehr zufrieden. Sein Trainingspensum betrug wöchentlich ca. um die 10 Stunden. Für seinen Saisonhöhepunkt in Klagenfurt wünscht er sich zum einen, dass er das Rennen und die Atmosphäre genießen kann und zum anderen wäre es für ihn schön, wenn er seine bisherige Bestzeit (11:19 h) unterbieten könnte.

Ironman Zürich

Rückblickend verlief die Vorbereitung für Sandy Kropp auch nach Plan. Sie konnte in dieser Saison ohne Erkältungen oder Verletzungen durchtrainieren. In zwei Trainingslagern konnte sie frühzeitig in der Saison viele Grundlagenkilometer sammeln. Lediglich drei kleine Stürze – welche sie auf ihre Tollpatschigkeit zurückführte – haben die perfekte Vorbereitung ein wenig befleckt. Sandy absolvierte am Rothsee einen Vorbereitungswettkampf auf der olympischen Distanz. Da bei diesem Wettkampf ein Neoprenverbot ausgesprochen wurde, verlief das Rennen nicht so wie sie es sich vorstellte. Im Juli wird sie in Berlin noch einen weiteren Vorbereitungswettkampf absolvieren. Hier wird sich dann auf der Generalprobe zeigen, wie ihr Training in diesem Jahr gefruchtet hat. Sie trainierte ca. 13-14h wöchentlich und hat erstmalig das Training der drei Sportarten noch um regelmäßiges Krafttraining ergänzt. Für ihren Saisonhöhepunkt wünscht sie sich in erster Linie ins Ziel zu kommen. Daneben wäre es für sie schön, wenn sie sich während des Rennens gut fühlt und sie den Wettkampf und die Zuschauer genießen kann. Sollte dies der Fall sein, ist es durchaus möglich, dass sie ihre Zeit vom vergangenen Jahr (11:46 h) unterbieten kann.

Michael Kropp ist mit dem Verlauf der Vorbereitung auch sehr zufrieden. Er konnte ohne verletzungs- oder krankheitsbedinge Ausfälle durchtrainieren. Kleinere Probleme hatte er bisher eher mit der Hardware (Fahrrad). Die Software (Körper) hingegen funktionierte sehr gut. Mit dem Ergebnis seines Vorbereitungswettkampfes in St. Pölten ist er unter den vorgegebenen Umständen, da er ihn voll aus dem Training heraus absolvierte, auch zufrieden. Das wöchentliche Trainingspensum belief sich im Schnitt auf ca. 16h. Ursprünglich wollte er in diesem Jahr in Zürich seine Sub10 vom Vorjahr wiederholen. Nachdem er die Radstrecke besichtigt hatte und diese 1000 Höhenmeter mehr aufzuweisen hat als die Radstrecke, bei welcher er seine Bestzeit aufstellte, hat er dieses Ziel verworfen. In erster Linie möchte er auch seine 8. Langdistanz finishen und gerne nach 10:00 – 11:00 Stunden über die Ziellinie laufen.

 

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