Armin Bauer am Start bei der Mitteldistanz in Würzburg

Nachdem ich ja am Donnerstag noch dazu tendiert hab, den Wettkampf sausen zu lassen bzw. den Startplatz an jemanden von Verein weiterzugeben (und sich überraschenderweise kein Abnehmer fand 😉 hab ich beschlossen, trotz malader Muskeln heute früh um halb sechs den Weg nach Unterfranken anzugehen. Nein, nicht wie unser Börgi über den Kanal mit dem guten Zeitfahrrad, ganz langweilig mit dem Auto über die A3 nach Würzburg.
 Zeitig angekommen und die Vorbereitungen soweit abgeschlossen hab ichs – welch Wunder 😉 – dennoch hinbekommen, mal wieder als Letzter ins kühle Nass zu steigen. Die 31:07 inkl. 300m Lauf zur Wechselzone über die 2,1km Schwimmstrecke im idyllisch gelegenen Erlabrunner Badesee waren für mich als mäßigen Schwimmer recht akzeptabel, gerade angesichts des doch als eher subobptimal einzustufenden Schwimmstarts 🙂
Nach einem gemütlichen Wechsel – gut, das Ausziehen vom Neoprenanzug lässt durchaus noch Verbesserungspotential erkennen – gings auf die 76km lange Radstrecke, wobei die Strecke der olympischen Distanz einfach zweimal zu durchfahren war. Anfangs rollte es sehr gut, nur leider war´s mit der Euphorie, endlich auf dem Zeitfahrboliden sitzen zu können, spätestens nach Kilometer 8 vorbei – es ging in den sehr windanfälligen & welligen Part der Radstrecke, auf dem doch das ein oder andere Korn im unterfränkischen Weinanbaugebiet liegen geblieben ist. Was sich auch bis Kilometer 30 so fortsetzen sollte. Anschließend gings eher flach, dafür weiter mit ordentlichem Gegenwind gen Wechselzone, um auf die zweite Radrunde zu gelangen.
Nicht unerwähnt bleiben dürfen insgesamt drei zumindest als nicht optimal einzuschätzende Missgeschicke auf Runde eins: eine mit 77, 3 km/h überfahrene Bodenwelle zwang den Fahrradcomputer in die Knie respektive in den Straßengraben, sodass ich fortan ohne Geschwindigkeitsmessung über den Asphalt rollte. Gut, da man traditionell im Verlauf eines Rennens nicht zwangsläufig schneller wird, bestand darin unter Umständen sogar ein Vorteil 😉 Kurze Zeit später verabschiedete sich Radflasche Nummer zwei vom Halter am Sattel, wiederum heftige Bodenwellen waren hierfür nicht unschuldig. Bei herrlichen 33 Grad Außentemperatur für einen anerkannten Vieltrinker (natürlich sprechen wir von Wasser etc 😉 relativ nahe am worst case.
Malheur Teil 3 passiere an einem doch recht unübersichtlich gestaltetem Kreisverkehr – zwei Schilder zeigten an: „Hier, Triathlonstrecke olympisch/ mittel“ – ich entschied mich für das falsche, was eine Zeiteinbuße von ca. einer halben Minute nach sich zog.
Radrunde zwei verlief bis auf die immer trockener werdene Zunge unspektakulär – nur genau in der fehlenden Flüssigkeitszufuhr lag dann letztlich auch das Problem, das auf den folgenden zwei Laufrunden mein ständiger Begleiter werden sollte.
Nach 02:14:28 und insgesamt rund 3:15h Gesamtzeit war die angepeilte Wunschzeit von unter 4:15 in greifbarer Nähe.
Doch machte sich der Flüssigkeitsmangel auf der Laufstrecke überdeutlich bemerkbar. Die Folge: an jeder der 2,5km auseinanderliegenden Verpflegungsstationen der Wendepunktstrecke um den Erlabrunner Badesee mussten Gehpausen eingelegt werden, um gefühlte 5 Liter Wasser aufzunehmen. Jeder Läufer weiß: Flüssigkeit ohne Reue zu sich zu nehmen ist im Wettkampf keine allzu gute Idee. Mit der Konsequenz von Bauchkrämpfen sank die Geschwindigkeit von einstmals angepeilten 4:15 min/ km auf über fünf Minuten, zusätzlich zu den Gehpausen.
Einzig positiver Nebeneffekt des Schauspiels: die Unterhaltungen mit den Helfern an den Verpflegungsstationen waren sehr spaßig & aufmunternd, ein dickes Lob an dieser Stelle an alle beteiligten Helfer!
Nach Runde 2 konnte der Schalter endlich umgelegt werden, das angestrebte Tempo war aufgrund der Wasserzufuhr dennoch nicht mehr drin. Es hieß, konstant und möglichst „schnell“ das Ding zu Ende bringen.
Eine letztlich mit 01:34:34h nicht gerade befriedigende Laufzeit über die viermal zu absolvierende 5km – Strecke bedeuteten im Gesamtergebnis eine Zeit von 04:20:09, damit Platz 20 von 84 Finishern. Nimmt man den suboptimalen Verlauf in jeder der drei Teildisziplinen mit in die Rückschau eine insgesamt dennoch zufriedenstellene Gesamtzeit.
Den Wettkampf an sich ist mit einer Jedermann-, olympischen und Mitteldistanz war mit insgesamt rund 400 Teilnehmern bei bestem Sommerwetter als sehr familiär & entspannt zu bezeichen und auf jeden Fall eine Reise wert. Am 19.07.2015 findet der 9. Lifestyle-Triathlon Würzburg statt, wohl mit meiner Wenigkeit. An den Vorstartbedingungen lässt sich ja noch arbeiten – genügend Flüssigkeit sollte dann auf der Radstrecke auch vorhanden sein 😉

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