Gedanken die einem auf der Couch so kommen Part I

Warum muss man sich als Triathlet die Beine rasieren? – Diese Frage haben sicherlich schon einige von euch von Bekannten und Freunden abseits des Sports gestellt bekommen!
Ja warum eigentlich, fragt man sich dann selbst. Meist werden eingeübte Überzeugung dargeboten, wie zum Beispiel:
  • „wenn ich vom Rad stürze, dass die Haare dann in die Schürfwunden nicht einwachsen“ oder…
  • „damit beim Massieren nach dem Wettkampf keine Haarwurzelentzündungen enstehen“ oder auch einfach…
  • „naja, machen halt alle, man wird blöd angeguggt wenn man’s nicht tut“
  • etc.

All diese Argumente klangen für mich noch nie wirklich überzeugend und wenn man ehrlich ist, sind diese auch ziemlicher Humbug 🙂

Heute dann, bei der (passiven) Nachbereitung eines kleinen Querfeldein-Laufs, da der eigtl. Waldweg auf Grund von Holzarbeiten mit bestehender Lebensgefahr gesperrt war, verfing sich in meinem mittlerweile wieder üppig gewachsenem Off-Season-Bein-Kleid eine Zecke, oder Ixodes ricinus, der gemeine Holzbock, wie er in der entomologischen Fachsprache genannt wird.
Und just beim reflektieren auf der Couch besprang mich die Erkenntnis. Endlich habe ich sie, die stichhaltige und valide Antwort auf die Frage der männlichen Beinenthaarung! – Beim rasieren der Beine nach dem Training, ist es für den Athleten unumgänglich sich gleichzeitig genau und detailliert diese anzuguggen und somit etwaige Blutsauger zu entdecken und noch zeitnah, ohne dass diese bereits zugebissen hat, zu entfernen. 
Und auch wenn sich die Zecke bereits festgebissen hat, kann durch zügiges Handeln und Entfernen eine Infektion mit den im Verdauungstrakt der Zecken lebenden Borrelien, welche die Lyme-Borreliose auslösen meist noch verhindert werden. Diese verschiedene Organe betreffende Infektionserkrankung, die initial durch eine starke Rötung (sog. „Wanderröte“ siehe Bild unten) der Bissstelle auffält und hier noch gut mit Antibiotika-Gabe behandelt werden kann, gilt in der nördlichen Hemisphäre als die häufigste zecken-übertragene Erkrankung.

Des weiteren kann durch Zecken die Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz: FSME) übertragen werden. Diese durch Viren verursachte Erkrankung, gegen die es eine Schutzimpfung gibt, befällt das Gehirn und die Hirnhäute und kann zu schweren neurologischen Schäden führen.
Im deutschen Sprachraum besteht die Gefahr einer FSME-Infektion jedoch hauptsächlich in bestimmten Gebieten, die sich aber von Jahr zu Jahr entlang der Flüsse ausdehnen. Eine Karte mit den Risikogebieten kann hier eingesehen werden.
Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass normalerweise nur jede 20.000ste Zecke das Virus in sich trägt. In diesen Epidemiegebieten in Deutschland gelten hingegen 0,1-5 % der Zecken als betroffen. Laut aktuellen Erkenntnissen wird die FSME „nur“ bei 30 Prozent der Bisse auch wirklich übertragen.
So genug mit der kleinen Exkursion!!! Ich fasse nochmal die take-home-message zusammen: KEEP ON SHAVING YOUR LEGS  🙂

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