Gastbeitrag: Motivation im Winter

Hier mal ein Beitrag von Thorsten Eckert zum Thema Motivation im Herbst und Winter. Thorsten hat eine Bestzeit von 8:39 in Roth stehen und wurde dieses Jahr beim Double Ultra Ironman in Emsdetten 2ter. 20 Minuten hinter dem amtierenden Weltmeister auf dieser Distanz. Das alles mit Tochter, Frau und Arbeitnehmer bei Siemens.
Thorsten ist für mich ein Vorbild in Bezug auf Motivation und Zeitmanagement. Das schreibt er zum Thema Motivation im Winter:

Mit 9° und Regen sind wir momentan ja noch gut bedient, die ekelige Jahreszeit kommt erst noch, um 16 Uhr ist es stockfinster, -6° und Schneeregen, wer will da noch raus ins kalte Nass? Das erfordert schon eine große Portion Motivation, oder?
Aber mal ehrlich, prahlen wir Triathleten und Läufer nicht ständig damit, dass wir Adrenalin-Junkies sind, die ständig immer überall Sport machen müssen, egal bei welchen Wetter, gerade WIR wollen uns von der „trägen“ Masse abheben, und genau WIR sollen Motivationsprobleme haben?
Jeder weiß, dass das Gefühl nach einer Trainingseinheit, insbesondere nach harten Einheiten, ein Glückgefühl ist, eben genau diesen Schweinehund überwunden zu haben, aber wieso soll das nicht auch im Winter gelten? Wieso glaubt da jeder einen oder zwei (oder mehrere) Gänge zurückschalten zu müssen, wo doch jeder weiß, dass die Meister des Sommers im Winter gemacht werden?!!?
Also, bewegt eure Hintern, im Sommer geht es doch auch, und im Wettkampf muss es auch gehen. Die Idealbedingungen, also 26° leicht bewölkt und nur Rückenwind, gibt es ohnehin nicht, man hat immer mal Gegenwind, also hört auf zu jammern, sondern nimmt die Energie und macht ein paar Intervalle! J
Wieso muss man sich überhaupt motivieren bzw. ist motiviert. Letztlich muss man ein Ziel vor Augen haben, für den/die eine(n) heißt es 5kg abnehmen, der/die andere will mal einen Halbmarathon laufen, der/die nächste will die Hawaii-Quali haben. Aber ohne Ziel „eiert“ man wirklich nur ziellos umher, kein Wunder, dass es da einem schwer fällt bei Nieselregen und -3° im Dunkeln raus zu gehen und ne Runde zu laufen. Aber was hilft dagegen?
Eine super Hilfe ist z.B. eine Laufgruppe zu machen, das sind feste Termine und niemand gibt sich die Blöße nicht zu erscheinen, und hinterher hat man doch das gute Gefühl. Ich hatte „damals“ immer eine Laufgruppe sonntags (langer Lauf von 19-26km), da habe ich mich nach Ende des Lauf schon immer auf den nächsten Sonntag gefreut, auch wenn die Gespräche immer dieselben waren, aber das hat einfach dazu gehört; dann hatte ich noch dienstags und donnerstags eine Laufgruppe, mit der wir Lauf-ABC (was man alleine so gut wie nie macht), Kraft und Schnelligkeit trainiert, am Dienstag etwas härter (ziemlich hart) und am Donnerstag etwas lockerer, schon hatte ich 3 Laufeinheiten mit guten Inhalt. Schwimmen sind ohnehin feste Termine, die sollte man auch gar nicht in Frage stellen, sondern einfach hingehen, wenn man mal im Wasser ist, dann geht das schon, Gehirn ausschalten, hinfahren, ins Wasser, Punkt! Rad fahren geht auch bei dem Wetter, zumindest einmal die Woche Spinning geht in der Gruppe super; dann noch bei akzeptablen Wetter MTB oder so, geht schon; ich selbst fahre dann eben relativ viel Ergometer, auch das sind Kilometer meines Erachtens…
Also es geht schon, man muss einfach nur machen!!
Und denkt daran, JEDE Trainingseinheit, egal ob kurz und locker oder harte Intervalle, egal ob Winter oder Sommer, sind ein Puzzlestück in einem großen Bild; fehlen Puzzleteile kann man vielleicht noch das Bild/Motiv erkennen, aber es ist „löchrig“, fehlen aber viele Teile, dann ist das Bild unvollständig und wirr…
D.h., versucht alle Puzzleteile zu einem Gesamtkunstwerk zu vereinen, dann gehen auch eure Ziele und Wünsche in Erfüllung. Und wer Ziele hat, der muss sich nicht extra motivieren, der ist bereits motiviert!
Euer Thorsten

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