In Hamburg und Malle waren am Wochenende ein paar Triathleten

Zwei Damen, Nathalie Kinder und Melanie Hills vom TWin waren beim Hamburg Marathon und Halbmarathon gemeldet. Die bereits 40. Ausgabe des Haspa Marathon Hamburg war in diesem Jahr. Die Marathon-Teilnehmerzahl lag bei etwa 20.000, während das gesamte Eventwochenende inklusive Halbmarathon, Staffelmarathon und weiteren Läufen rund 45.000 Teilnehmer hatte. Der Start für den Marathon war ab 8 Uhr in Wellen und Halbmarathon um 14 Uhr, ebenfalls in Wellen. Perfektes Marathon Wetter – Sonnenschein den ganzen Tag. Da musste für beide eine persönliche Bestzeit „drin“ sein! Zuschauer ohne Ende – die komplette Strecke entlang. Die Läufer wurden förmlich von den Zuschauern ins Ziel „getragen“. Nathalie ist den Marathon in 03:24:13 offizieller Zeit gelaufen, für sie eine neue Bestzeit. Melanie Hills lief den Halbmarathon in 01:40:47 – auch neue Bestzeit für sie. Ein super organisiertes Rennen.
Man lief einmal komplett durch die Stadt an allen Sehenswürdigkeiten Hamburgs vorbei. Also Sport und Kultur in einem!

Durch die Erstteilnahme auf der Insel Mallorca standen wir Meier Andi, Bader Florian, Dominik Daum, Strobl Christian – im letzten Startblock und fuhren beim „Mallorca312“ erst um 6:51Uhr über die Startlinie, was uns zum Schluss fast noch zum Verhängnis wurde. Es rollte gleich ziemlich zügig los, bis es nach ca. 20km in den ersten Anstieg des Tramuntanagebirge rein ging. In den Abfahrten sah man hin und wieder Personen am Straßenrand, die von einem Sturz betroffen waren. Leider hat es einen von uns (Christian Strobl) bei km 140 ebenfalls erwischt. Dabei zog er sich Schürfwunden und eine Prellungen zu, die vor Ort versorgt wurde. Nach einer Stunde Verzögerung ging es aber dann wieder ab aufs Rad, um festzustellen, dass auch die Gangschaltung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nur ein Gang lief einigermaßen sauber, mit dem der TWinler dann ca. 10 km bis zur nächsten Servicestation radeln musste. 120km vor dem Ziel hatten wir noch knapp 5h Restzeit bis das Ziel geschlossen wird. Uns Windschattler war klar, wir dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren und die Verpflegungspausen so kurz wie möglich halten. 50km vor dem Ziel wurden wir dann erstmalig von dem Catcher Car eingeholt. Wir gaben aber noch nicht auf, weil wir wussten, dass das Schlussfahrzeug in den Verpflegungsstellen länger pausierte.
Als wir von der letzten Verpflegung in Artà ca. 20 km vorm Ziel los fuhren, hatten wir noch rund 10 Minuten Puffer. Jedoch 15km vor dem Ziel hob dann Florian Bader die Hand, um zu signalisieren, dass er anhalten muss. Er zeigte auf seinen Hinterreifen, der platt war. Alles super schnell repariert und weiter gefahren. Nach 5 km nochmal das gleiche. Plattfuß wieder bei Florian. Wir schauten uns an und uns war klar, dass aufgeben keine Option ist. Nochmals einen neuen Schlauch montiert, glücklicherweise den Spitzen Fremdkörper im Mantel gefunden und alles zusammengebaut.
Jetzt kam das nächste Problem auf uns zu. Die elektrische Pumpe leer, die Gas Kartusche zuvor aufgebraucht und von einer Pumpe fehlte ein Gummi Ring für das französische Ventil. Da zückte Dominik Daum noch eine Pumpe hervor, mit der wir den Reifen im Akkord auf ca. 3 bar aufpumpten, um noch mal einen Schlusssprint hinzulegen. Das Schlussfahrzeug hat uns in der Zwischenzeit schon ein zweites Mal eingeholt.
Jetzt hieß es, 10km auf 17 Minuten zu fahren und das nach 300km in den Beinen. Wir fuhren das letzte Stück mit über 40km/h Richtung Ziel, um vor der „Cut off Zeit“ um 20:50 Uhr noch anzukommen.
Von der Ferne sahen wir bereits das Schlussfeuerwerk durch das wir durchfahren mussten, um die Ziellinie um 20:48 Uhr zu überqueren.
Gesamt waren es ca. 8500 Starter auf drei Distanzen:167 km, 226 km, 312 km.
Bei unserer Distanz (312km) waren es knapp 3000 Starter, bei der nur gut die Hälfte die Ziellinie in der vorgegebenen Zeit überquerten oder nicht auf eine kürzere Distanz abgebogen sind. Ein nicht ganz so „entspanntes Radrennen“!


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